MADBALL - For The Cause
Label: Nuclear Blast
MADBALL sind zurück mit einem neuen Album, dessen erster Vorbote „For The Cause“ schon vergangen Herbst auf dem „Family Biz“-Split mit den großartigen WISDOM IN CHAINS zu hören war und die Erwartungen an das Album doch in beachtliche Höhen schraubte. Umso ernüchternder war das erste Hören der Scheibe, und gleich vorneweg, diesmal hatten mich Freddy Cricien und Hoya Roc nicht von Anfang an überzeugt, es brauchte schon so einige Durchläufe diesmal. Und der Tipp von den Kollegen von Nuclear Blast, die Platte noch lauter zu hören, erfüllte dann doch seinen Zweck.

Der Opener „Smile Now, Pay Later“ geht in MADBALL Manier ordentlich nach vorne, bevor einen „Rev Up“ mit seinem unglaublichen eingängigen Refrain den ersten (Hardcore-) Ohrwurm verpasst. Und spätestens zu diesem Zeitpunkt schlägt zum ersten Mal die Produktion von Tim Armstrong (RANCID, OPERATION IVY, THE TRANSPLANTS) durch, der sich für diverse Punkhymnen verantwortlich zeigt, so punkrockig klangen MADBALL eigentlich noch nie. „Freight Train“ ist dann ein brutaler Stampfer, der zwar textlich eher mau, dafür aber dank des Mix on Tue Madsen (der auch schon den Sound von SICK OF IT ALL zu neuen Höhen verholfen hat) extrem fett daherkommt, wie ein Lastzug eben. Mit „Tempest“ und „Old Fashioned“ folgen dann zwei sehr klassische NYHC-Brecher inklusive der unumgänglichen Gangshouts. Und spätestens zu diesem Zeitpunkt hat die Dampfwalze namens MADBALL an Fahrt aufgenommen und dann schaut gleich mal ICE-T von BODY COUNT vorbei und veredelt mit seiner typischen Stimme das ohnehin schon brutale „Evil Ways“. Erst auf „The Fog“ feat. Tim Timebomb aka Tim Armstrong nehmen sie wieder an Tempo raus und es wird wieder dem Punkrock gefröhnt und raus kommt ein schweinischer Punkrock Song, den TURBONEGRO schon seit Jahren nicht mehr zu schreiben in der Lage sind. Wie auf jedem Album besinnen sich MADBALL (wie auch AGNOSTIC FRONT) auf ihre kubanischen Wurzeln und somit gibt es mit „Es Tu Vida“ wieder einen Song auf Spanisch.

Kurzum - MADBALL haben auch ohne Mitts, der die Band im Herbst leider verlassen hat, ein mehr als ordentlichs Album rausgehauen, das mich nach anfänglichen Schwierigkeiten dennoch schwer überzeugt.


madballhc.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Smile Now Pay Later
2. Rev Up
3. Freight Train
4. Tempest
5. Old Fashioned
6. Evil Ways (feat. Ice T)
7. Lone Wolf
8. Damaged Goods
9. The Fog (feat. Tim Armstrong)
10. Es Tu Vida
11. For You
12. For The Cause
13. Confessions
Gesamtspielzeit: 33:01

tsunemoto
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Beitrag vom 31.05.2018
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