KATAKLYSM - Meditations
Label: Nuclear Blast
Im Alltagsstress soll Meditation helfen, auch KATAKLYSM sind mit steigendem Alter ruhiger geworden, wenn man dem Titel des aktuellen und mittlerweile 13. Werkes der Kanadier glauben mag. Doch keine Angst, „Meditations“ ist immer noch Death Metal und bringt alle bekannten Trademarks der Band mit, doch Vorsicht; wer der Meinung ist, dass die Nordmänner spätestens mit „Shadows & Dust“ alles gesagt haben, die werden auch hier kaum glücklich, wer sich jedoch an den Northern Hyperblastern nicht satthören kann, wird auch dieses Mal nicht enttäuscht.

Beweisen müssen Mauricio und seine Jungs schon lange keinem mehr was, dass man fette Death Metal Scheiben produzieren kann, machte damals das erwähnte Album klar, dass man durchaus auch mit Experimenten umgehen kann zeigte der Nachfolger „Serenity In Fire“, der nicht von jedem gemocht wurde, jedoch Eindruck hinterließ. Danach wiederholte sich die Band jedoch stetig und ein großes Hitalbum wollte dabei nicht mehr herauskommen.

In dieselbe Kerbe schlägt auch „Meditiations“. Mit dem Groover „Narcissist“, dem modern-melodisch ausgefallenen „The Last Breath I´ll Take Is Yours“ oder dem ultragenauen Blast-Monster „Guillotine“ hat man auf jeden Fall schlagende Argumente, die live auch zünden und sich nahtlos ins Set einfügen werden. Ausfälle sucht man vergebens, aber echte Hits und Neuerungen im Sound der Kanadier aber ebenso. Das Album fliegt an einem vorbei, mal lässt ein technisch ausgefeilter Part aufhorchen, mal wippt man zum Groove mit und dann gefällt wieder eine Melodie, wirklich hängen bleibt bei den ersten Durchgängen leider nicht all zu viel und vieles tönt halt nach 23 Jahren des fleißigen Veröffentlichens ziemlich bekannt. Zudem wirken KATAKLYSM mehr auf der Bremse denn je, was jetzt nicht zwingend schlecht ist, da man auch im Midtempo genug Intensität und Härte aufbauen kann, wie das Finale „Achilles Heel“ mit etwas mehr Melodien zeigt. Überraschen können die Herren damit aber auch nicht mehr.

„Meditations“ ist definitiv kein schlechtes Album und hebt sich aus dem Durchschnitt mühelos heraus, KATAKLYSM gehen hier aber leider etwas zu sehr auf Nummer sicher, was neuere Fans kaum stören wird, wer die Band schon länger verfolgt, weiß aber, dass da mehr geht und hat sich womöglich schon satt gehört, am stagnierenden Sound.

kataklysm.ca


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Guillotine
2. Outsider
3. The Last Breath I´ll Take
4. Narcissist
5. Born To Kill And Destined To Die
6. In Limbic Resonance
7. And Then I Saw Blood
8. What Doesn´t Break Doesn´t Heal
9. Bend The Arc, Cut The Cord
10. Achilles Hell
Gesamtspielzeit: 38:51

maxomer
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Beitrag vom 30.05.2018
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