ELEANOR - Celestial Nocturne
Label: Mighty Music
Japan entwickelt sich stetig weg vom Geheimtipp in Sachen Metal, und immer mehr Bands versuchen auch außerhalb ihres Landes Fans zu finden. So ist das auch bei ELEANOR, einer Gothic Metal Gruppe aus Osaka, die nun mit dem Re-Release einer bereits 2016 erschienenen Platte namens „Celestial Nocturne“ und einem neuen Label versucht, auch außerhalb des Landes der aufgehenden Sonne zu punkten.

Bevor es richtig losgeht, gibt es erst einmal ein sehr wohlklingendes Intro, das sich in ähnlicher Form bei „Defying Gravity“ fortsetzt, in dem auch erstmals die eigenwillige Stimme von Shiori Vitus erklingt, die damit mehr Japan transportiert, als man es für möglich halten würde. Ihren Gesang könnte man sich auch durchaus zu den traditionellen japanischen Instrumenten vorstellen, deren Klänge auch gelegentlich als Teil der symphonischen Parts hörbar werden. Auch wenn die einzelnen Tracks englische Titel haben, so wird doch sehr viel Japanisch gesungen. Zudem liefern ELEANOR Abwechslung in Form von flotteren Songs wie „Buried Alive“ aber auch langsame, sehr mystische Tracks wie „Lazy Noise“ bei dem man mit geschlossenen Augen träumen kann.

Als Bonus gibt es bei dieser Neuveröffentlichung auch drei Titel von der 2017 erschienenen EP „Mellow Songs (Unplugged And The Others)“. Hier klingt noch mehr das japanische Feeling durch, und noch deutlicher tritt zutage, welche Gitarrenvirtuosen hier am Werk sind. Die sind auch schon beim regulären Album in musikalischer Hinsicht das tragende Element.

Wenn man bedenkt, wie übersättigt der Markt im Bereich des Gothic/Symphonic Metals mittlerweile ist, und wie selten man etwas findet, das wirklich heraussticht, dann ist ELEANOR ein wirklicher Glückstreffer. Aber natürlich in erster Linie für diejenigen, die fernöstliche Musik reizvoll finden, und sich auch mit außergewöhnlichem Gesang anfreunden können. Ich möchte auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen, sich zumindest einen Titel auf „Celestial Nocturne“ anzuhören, und ich bin mir sicher, die meisten werden mehr davon wollen.

www.eleanorjapan.com


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Fall From Grace
2. Defying Gravity
3. Far Beyond Dystopia
4. Solitude
5. Eternal Moment
6. Empyreal Beauty
7. Buried Alive
8. Lazy Noise
9. Thirsty
10. War Cry
11. Mellow I -Sleeping Water-
12. Mellow II -Far Beyond Dystopia-
13. Mellow III -Defying Gravity-
Gesamtspielzeit: 61:32

Metalmama
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Beitrag vom 16.04.2018
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