SLEARS - Turbulent Waters
Label: Cargo Records
Endlich stehen die Zeichen wieder auf Sturm. Mit „Far Away From Getting Somewhere“ setzten die bayrischen Alternative Rocker bereits vor mehr als drei Jahren ein großes Ausrufezeichen. „Turbulent Waters“ soll nun die Nachfolge antreten und schlägt den starken Vorgänger mühelos.

Die Jungs aus Bayern wissen wie man kraftvollen Rock mit Metal-Elementen und trotzdem genügend Gefühl schreibt. Da hat sich das Warten auch dieses Mal wieder gelohnt, denn die Truppe, die aus ehemaligen Mitgliedern der OACHE BROTHERS, DEFCON4 und den leider viel zu früh zu Grabe getragenen SILENT DECAY bestehen, liefern hier zehn grandiose Rocker. Eigenständig, kraftvoll, emotional und vollgepackt mit unzähligen Hooks begeistern die Jungs hier erneut mühelos. Die sympathischen Ecken und Kanten des Debüts wurden geglättet, aber nicht komplett über Bord geworfen, der Sound ist noch eine Spur druckvoller, aber nach wie vor sehr organisch ausgefallen. „Freefall“ geht sofort ins Ohr und lässt einen nur schwer ruhig sitzen, der Titeltrack tönt verdammt heavy, aber auch hymnisch und tiefgründig. „Haven“ wurden nicht zufällig als Single erwählt. Das Stück beginnt mit pathetischem Klavier, Peter Kandlinger lässt vor allem Emotionen sprechen, die Gitarren ziehen da auch mit, ehe ein Refrain, der zum Mitsingen einlädt und von Genregrößen wie CREED nicht hätte besser ausfallen hätte können, einsetzt. Die SLEARS haben aber auf jeden Fall ihre eigene Note und lassen nur selten direkte Einflüsse erkennen.

Etwas rockiger geht´s beim folgenden „SOS“ zu. Ein Live-Kracher, der erneut zum Mitbrüllen animiert, aber auch nicht an Hooks und eingängigen Melodien spart. Vor allem die Rhythmik muss hier einmal mehr gelobt werden. Die Jungs wissen wie man tanzbare Rock-Rhythmen raushaut. Die SLEARS halten ihre Platte auch dynamisch und abwechslungsreich, denn mit der spannenden und wieder sehr hymnisch angelegten Nummer „Handful Of Rain“ stellen die Jungs wieder das Gefühl in den Vordergrund. Die Gitarren harmonieren mit der kraft- und gleichzeitig gefühlvollen Stimme von Peter, ehe in „Babylon“ wieder mit heavy Riffs, die sich Gustl Berauer und Tom Käser gegenseitig rüberballern, gerockt wird. Die Textpassage „This is war!“ ist hier Programm. Auch hier kann man sich auf eine Live-Darbietung freuen. Es folgen noch weitere Hitkandidaten und Ideen. So gibt es cleane und Akustikgitarren in „Now We Run“, moderne Keyboards á la STRATOVARIUS in „Angel Lost“ und heavy Grooves in „Cloud Collector”, bis “Ocean Eyes” wieder mit mehr Emotion das Album abschließt.

Danach bleibt nur noch eines zu tun; die Repeat Taste zu betätigen. „Turbulent Waters“ macht einfach eine Menge Freude und hat absolutes Suchtpotential. Hier sind nur Volltreffer, Hits und Hymnen zu finden. Bleibt zu hoffen, dass die SLEARS zum einen auch zu uns auf Tour kommen und zum anderen für ihr nächstes Album nicht wieder so viel Zeit brauchen.

www.slears.de


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Anchors
2. Freefall
3. Turbulent Waters
4. Haven
5. SOS
6. Handful Of Rain
7. Babylon
8. Now We Run
9. Angel Lost
10. Cloud Collector
11. Ocean Eyes
Gesamtspielzeit: 38:22

maxomer
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Beitrag vom 23.03.2018
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