AVATAR - Avatar Country
Label: Century Media
„Glory to our king!“ - mit diesen Worten begrüßen uns AVATAR auf ihrem nunmehr siebten Album und widmen dieses komplett dem König von „Avatar Country“, was auch gleich den Titel dieser Platte ergibt. Die Schweden rund um Front-Horror-Clown Johannes Eckerström werden nicht müde, sich neue kreative Wege zu suchen und haben es erneut geschafft, ein Album aufzunehmen, das keinem der vorherigen gleicht. Wo man im Vorgänger noch mit einem abgefahrenen Märchen als Konzept auftrumpft, ist hier die Geschichte recht lose, dreht sich aber komplett um besagten König.

Zudem versprechen AVATAR auf ihrer kommenden Tour mit komplettem Hofstaat inklusive Gaukler, Feuerspucker und allem was dazu gehört auf die Bühne zu kommen. So startet man das Album mit der Lobyhmne „Glory To Our King“, ehe man in den abwechslungsreichen Opener „Legend Of The King“ startet. Melodisch, verspielt und mit viel Elan ballert man sich durch den Song mit Power Metal Elementen, aber auch einigen Screams von Johannes. Ein typischer, dynamischer und vor allem gelungener Song der schwedischen Bande. Doch die erste große Überraschung folgt sofort mit „The King Welcomes You To Avatar Country“. Hier trifft JOHNNY CASH auf AC/DC. Ja, richtig gehört! Und das funktioniert sogar wunderbar. Ein erdiges Riff, Kontrabass-artige Läufe und Eckerström mimt den Brian Johnson. Dennoch bringt man auch einen eigenen AVATAR-Vibe mit in den saucoolen Song, der gegen Ende noch entspannte Lounge-Music einwebt. Mit „Kings Harvest“ kommt dann zum ersten Mal der alte Death Metal Anteil wieder zum Vorschein. Ein groovender Stampfer mit tiefen Grunts und einlullendem Refrain, der so auch auf „Hail The Apocalypse“ gepasst hätte. Noch abgedrehter wird es bei „The King Wants You“, zu dem es auch ein passendes, fettes Video gibt. Johannes geht hier mit der Stimme rauf und runter, das Riff rockt, der Refrain lädt zum Mitbrüllen ein und auch sonst geht man recht einprägsam vor. Wohl der größere Hit des Albums. Ernster wird es mit dem thrashenden „A Statue Of The King“, das aber einen ähnlichen Part hat, den wir auch auf dem Vorgänger „Feathers & Flesh“ schon hörten, was aber nicht stört. Es folgt mit „King After King“ ein leicht traurig tönender Heavy Metal Track, der rein nach dem Motto: „The king is dead, long live the king“ das Zepter weiter reicht.

Soweit so gut, doch die restlichen Tracks sind quasi Füllmaterial. Nimmt man das Intro, den Gag „The King Speaks“, das eine Art Live-Übertragung der Rede des Königs darstellt, sowie die beiden abschließenden Instrumentale „Silent Songs Of The King Pt. I+II“, von denen der erste Teil recht unspektakulär ausfällt, weg, so bleiben gerade mal sechs reguläre Songs mit 31 Minuten. Recht mager, wenn man bedenkt, dass der Vorgänger mit seinen Bonus Tracks sogar auf gut 70 Minuten gekommen ist.

So muss man leider bei der Wahl von „Avatar Country´s“ Herrscher ein paar Abstriche machen, doch dieser darf dank starken Songs und kreativer Herangehensweise durch 5.5 von 7 Wahlmännern erneut in den Thronsaal einziehen.

avatarmetal.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Glory To Our King
2. Legend Of The King
3. The King Welcomes You To Avatar Country
4. King´s Harvest
5. The King Wants You
6. The King Speaks
7. A Statue Of The King
8. King After King
9. Silent Songs Of The King Pt. I: Winter Comes When The King Dreams Of Snow
10. Silent Songs Of The King Pt. II: The Kings Palace
Gesamtspielzeit: 43:23

maxomer
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Beitrag vom 05.01.2018
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