JONO - Life
Label: Frontiers Records
JONO ist das Geisteskind vom Schweden Johan Norby, der mit seinen Initialen JoNo der Band auch gleich den Namen verleiht. Norby ist ein langjähriger Musiker und Sänger mit einer Vision und erfahrenen Mitstreitern, die teilweise bei WITHIN TEMPTATION mitwirken und mit ihm das Debüt „Life“ einspielten. Ein spannender Mix aus Melodic Metal, Rock und Bombast der Marke SAVATAGE oder QUEEN.

Ambitioniert und enthusiastisch beginnt man mit „Sailors“, einem kraftvollen Melodic Rocker mit ausdrucksstarker Stimme, die nicht selten an eine Kombination aus Jarkko Ahola (Ex-DREAMTALE, TERÄSEBTÖNI, NORTHERN KINGS) und Nils Patrik Johansson (Ex-CIVIL WAR, ASTRAL DOORS, WUTHERING HEIGHTS) erinnert. Auf typische Songstrukturen pfeifen JONO sowieso und liefern Musical-artige Arrangements und Klaviermelodien. Während der Opener noch dem Classic Rock zuzuschreiben ist, kommen bei „Crown“ Synthies und ein 80s Flair, wie ihn auch REINXEED hier und da verwendeten, hinzu. Auch Neoklassik ist ein Thema in den oftmals progressive angehauchten Songs, die dennoch meist gut ins Ohr gehen, aber auch seine anstrengenden Seiten haben können. Das stört aber definitiv nicht, sofern man mit Pathos und einem Schuss Kitsch etwas anfangen kann, aber das sollten Fans der genannten Inspirationsquelle sowieso tun. Bei „No Return“ ist man dann an DIVINEFIRE und NARNIA, die Truppen von Christian Liljegren, erinnert, was Dramaturgie und den getragenen Gesang von Johan betrifft. Ein weiteres Highlight ist aber der 8-Minüter „Down Side“, der mit groß angelegtem Arrangement, einem spannenden Aufbau und außergewöhnlicher Rhythmik, sowie grandioser Vocal-Arbeit überzeugt. SAVATAGE Fans werden den Track lieben.

Auch „To Be Near You“ entführt uns in eine dramatische opernhafte Geschichte mit behäbigem Tempo und Engelschören, „The Magician“ kommt verhältnismäßig heavier daher und so bricht auch der Nils Patrik Johansson wieder bei Nobrys Stimme durch, ehe „Trust“ in gut acht Minuten nochmal eine gewaltige Spannung aufbaut und mit ein paar Überraschungen auftrumpft. Das Piano-Schlussstück „The March geht als weitere Opern-Serenade durch, kommt aber dann doch etwas anstrengend daher.

„Life“ ist ein überraschendes Werk, dass das verloren geglaubte Musical Metal Genre wiederbelebt und Fans von QUEEN und SAVATAGE durchaus gefallen könnte. Zwar hat das Debüt der Schweden noch einige Ecken und Kanten, aber auch ein paar richtige Highlights, die der Band eine große Zukunft versprechen könnten. Ich bin jedenfalls auf weitere Taten von Norby und seinen Mannen gespannt.

de-de.facebook.com/jonotheband


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Sailors
2. Crown
3. No Return
4. On The Other Side
5. Down Side
6. To Be Near You
7. My Love
8. The Magician
9. Trust
10. The March
Gesamtspielzeit: 58:30

maxomer
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Beitrag vom 23.12.2017
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