ASP - Zutiefst
Label: Trisol | Soulfood
Kurz vor der Jahrtausendwende hob Alexander „Asp“ Spreng seine Band ASP aus der Taufe, und widmete sich seither besonders düsteren und teilweise auch deprimierenden Lebensbetrachtungen, eingebettet in sehr atmosphärischer Musik.
Dieses Schaffen war immer in sogenannte Zyklen unterteilt. Nachdem in den letzten Jahren der „Verfallen-Zyklus“ erweitert wurde, wird mit der neuen Platte „Zutiefst“ der „Fremder-Zyklus“ fortgesetzt, dessen erster und zweiter Teil in den Jahren 2011 und 2013 veröffentlicht wurden.

Das Intro „Sturz“ ist geprägt von Meeresgeräuschen, bevor man sich á la Jules Vernes „20.000 Meilen“ unter das Meer begibt. Dies geschieht mit temporeichen Melodien und Asp´s ausdrucksstarker, tiefer Stimme, die dieses ganz besondere Flair erzeugt, das den speziellen Reiz dieser Band ausmacht. Darauf folgt der Titeltrack „Zutiefst“, der auch jene Verletzlichkeit ausdrückt, wie man dem Namen nach vermuten würde. Die Lieder von ASP sind ja meist in deutscher Sprache gehalten, deshalb verwundert es etwas, dass „SonaARta“ in Englisch daherkommt, aber durch die klare Stimme gibt es auch hier keine Verständigungsschwierigkeiten.

Fans lieben ja die tiefsinnigen Texte von ASP und auch auf „Zutiefst“ werden viele Lebens- und Gefühlslagen genauer unter die Lupe genommen. Musikalisch geht es manchmal druckvoller, dann wieder sehr sanft zur Sache, wie bei der traurigen Ballade „Abyssus 1“ oder „Bernsteinmeerengel“. „Sog“ weist eine kleine Besonderheit auf, denn hier lässt sich Sänger Asp zu ein paar intensiven Growls hinreißen. Mit diesem Song endet auch das reguläre Album, und es folgen noch zwei Bonustracks, die ebenfalls Tiefgründiges zum Inhalt haben, jedoch abseits des Meeres-Themas. Das Finale bildet das SIMON & GARFUNKEL-Cover „I Am A Rock“, das auch in dieser Version sehr viel Ausstrahlung hat.

Bei „Zutiefst“ handelt es sich mit fast eineinviertel Stunden Spielzeit um ein sehr üppiges Werk, dessen Leitmotiv dieses Mal die Tiefen des Meeres sind. Natürlich meist nicht direkt so zu verstehen, sondern eher als Sinnbild, wie man sich in diesem dunklen Abgrund verirren oder gar verzweifeln kann. Bei den Fans wird sicher auch diese Platte im Regal landen, aber auch alle jenen, die gerne tiefsinnigen Lebensbetrachtungen in musikalischer Verpackung lauschen, kann man die Musik von ASP ans Herz legen.

www.aspswelten.de


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Sturz
2. 20.000 Meilen
3. Zutiefst
4. Sonaarta
5. Torpedos
6. Leviathan
7. Die Untiefen
8. Abyssus 1
9. Bernsteinmeerengel
10. Mondscheinsirenade
11. Sog
12. Parole-poesie (Bonus Track)
13. I Am A Rock (Bonus Track)
Gesamtspielzeit: 83:31

Metalmama
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Beitrag vom 07.12.2017
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