POWERMAN 5000 - New Wave
Label: Pavement Music
Die Jungs von POWERMAN 5000 geistern schon seit 1989 herum und gehören in den Staaten zu einer damals riesigen Bewegung, die eigentlich viel später richtig durchstarteten, nämlich dem New Metal. Daheim feierte man auch große Erfolge, den Kollegen KORN oder LIMP BIZKIT konnte man die internationale Reichweite aber trotz ein paar Versuchen nicht nachmachen. Für einen Nova Rock Gig vor ein paar Jahren hats aber doch gereicht. Mit „New Wave“ wollen es die Herren, rund um Tony Cummings, der mit Robert Cummings alias ROB ZOMBIE einen nicht ganz unbekannten Bruder sein Eigen nennt, wieder wissen.

Da überrascht es auch nicht, dass man mit Tracks wie „Hostage“ oder „Sid Vicious In A Dress“ dem erfolgreichen Bruder nicht unähnlich ist. Die Inspiration zu den Industrial Anleihen kann man einfach nicht verleugnen. Dazu gesellt sich aber auch ein gewisser MARILYN MANSON. Die Jungs geben aber wirklich gut Stoff und versuchen auch ambitioniert zu wirken. Der Opener „Footsteps & Voices“ bringt typische New Metal Rap-Einlagen mit und das kurze Stück „Thank God“ geht richtig schön aggressiv nach vorne. Man wagt aber auch ein paar Experimente. Die einen gelungen, die anderen nicht so. Die Punk Rock Nummer „Cult Leader“ fällt komplett aus dem Rahmen und ist nicht nur ein kompletter Stilbruch, sondern auch ein nerviger Ausreisser, der maximal als Bonus Track seine Daseinsberechtigung hätte erklären können. Dagegen steht aber die Synthie-Power Ballade „No White Flags“ sowie das thematisch an FIVE FINGER DEATH PUNCH beziehungsweiße musikalisch an DROWNING POOL erinnernde „Die On Your Feet“, das passend zum Thema eine Menge Pathos ausstrahlt. Ein weiteres Highlight ist dann noch „David Fucking Bowie“. Der Titel mag vielleicht etwas geschmacklos sein in Anbedracht dessen, dass die Pop-Rock Ikone vor noch nicht mal ein Jahr von uns gegangen ist, doch haben es POWERMAN 5000 wunderbar geschafft einen Mix aus Hommage und Tribut an den Mann zu schaffen, die einfach Spaß macht und vor allem durch den genialen „Space Oddity“ und der dazugehörigen „Groundcontrol“ im Mittelteil für einen Grinser zu sorgen.

Mit „New Wave“ werden PM5K wohl den New Metal nicht zu neuem Leben erwecken, konnten sich aber gut in das Hier und Jetzt transportieren und liefern aber einen gelungenen Bastard aus dem Genre, gemixt mit modernem Groove Metal und bekannten Industrial Sounds, die man als Fan des Genres gehört haben sollte. Vielleicht reicht es ja auch für eine breitere Fanbase in Europa.

www.powerman5000.com


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Footsteps And Voices
2. Hostage
3. Sid Vicious In A Dress
4. David Fucking Bowie
5. Cult Leader
6. No White Flags
7. Die On Your Feet
8. Get A Life
9. Run For Your Life
Gesamtspielzeit: 31:25

maxomer
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Beitrag vom 07.12.2017
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