APOCALYPSE ORCHESTRA - The End Is Nigh
Label: Despotz Records
Ein Debütalbum das seinesgleichen sucht liefert die Schwedische Band APOCALYPTIC ORCHESTRA mit ihrem Album „The End Is Nigh“. Doch dem Ende schreitet die Band keineswegs entgegen, die erfrischende Metal Kombination aus Doom, Folk und mittelalterlichen Klangfolgen kann sich definitiv hören lassen.

Bereits zum Einstieg kreiert der Song „The Garden Of Earthly Delights” eine mystische Atmosphäre begleitet von den Klängen einens Dudelsacks und einem sich steigernden Trommelwirbel, bis die gesamte Bandbreite der Band zu hören ist. Das Ganze mutet wie ein neumodernes mittelalterliches Treiben an und man fühlt sich sogleich in die Welt der Nordmänner versetzt. Auch der monotone Gesang, dessen Melodie von Dudelsack und Leierkasten begleitet wird, passt in diese Stimmung und beschert gleich zu Beginn einen vielversprechenden Song.

Mit ungeahnter Brutalität geht es plötzlich beim Nachfolgetrack „Pyre“ weiter, der neben ein paar härteren Rhythmen auch tiefe Growls aufweist. Spätestens jetzt verleiht die Band ihrem Namen APOCALYPTIC ORCHESTRA die richtige Mischung aus Metal und orchestralen Passagen. Mitunter einer der besten Tracks ist „Flagellants’ Song“, der mit einem gregorianischen Choral eröffnet. Doch die kirchliche Theatralik wird schon bald durch ein paar heftige Drum Beats durchbrochen.

Gegen Ende des Albums finden sich auch noch einige orientalische Einflüsse, die sich auch im letzten Track „Here Be Monsters“ widerfinden. Dabei gibt die Band noch einmal richtig Stoff und erzeugt mit ihren Drum Beats das Gefühl in eine bevorstehende Schlacht zu ziehen. Eine cleane Voice mit Backing Vocals wechselt sich mit Growls und einem apokalyptischen Chor ab.

Nicht nur soundtechnisch orientiert sich die Band am Mittelalter, auch die Lyrics und das Artwork des Albums schenken den vergangenen Epochen ihre Aufmerksamkeit. Die Band vereint sowohl langsamen Metal mit epischen Passagen und mittelalterlichen Melodien als auch härtere Beats und Growls zu einer fantastischen Klangwelt. Zwar dauern die Lieder im Schnitt um die sieben Minuten, doch dies tut dem Erlebnis keinen Abbruch. Wer sich mit einem Metal anfreunden kann der Percussions, Dudelsack, Leierkasten, Mandoline und weiteres enthält, sollte schon einmal seinen Met Kelch hervorholen und sich zurücklehnen, um die mittelalterlichen Klänge zu genießen.

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5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Garden Of Earthly Delights
2. Pyre
3. Flagellants’ Song
4. Exhale
5. Theatre Of War
6. The Great Mortality
7. To Embark
8. Here Be Monsters
Gesamtspielzeit: 59:21

Veronica de Groot
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Beitrag vom 16.05.2017
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