DAYS OF JUPITER - New Awakening
Label: Metalville
Wer die Schweden von DAYS OF JUPITER noch nicht kennt, der lasse sich bitte nicht vom trashigen und in Richtung Punk schwankenden Artwork ihres vierten Werkes „New Awakening“ abschrecken, denn dann verpassen Fans des amerikanischen Alternative Metal ein überraschendes Highlight voller Hits und Hymnen. Die Jungs agieren irgendwo zwischen FIVE FINGER DEATH PUNCH, DISTURBED, POP EVIL und ALTER BRIDGE – das aber auf höchstem Niveau und einer eigenen Note.

Vor allem sticht bereits im einleitenden Überhit „We Will Never Die“ die Stimme von Frontmann Jan Hilli heraus, doch der Track hat noch viel mehr zu bieten, denn an jeder Ecke lauern Hooks, die einem nicht mehr gehenlassen wollen, fette Riffs, coole Melodien und ein Kinderchor der unter die Haut geht. Dass dieses seltene Stilelement im Metal wunderbar funktioniert bewiesen zuletzt bereits IN FLAMES und BLOODBOUND eindrucksvoll.

Auch wenn im restlichen Verlauf des Albums kein Song diesen Einstieg mehr zu toppen vermag, so findet man auf „New Awakening“ absolut keine Tiefpunkte. „I Am Stone“ gibt sich im Anschluss als treibende und melodische Hymne mit typischen US-Alternative Ansätzen gepaart mit neueren DISTURBED, „My Tragedy, My Cure“ groovt wie Sau und „Wasted Years“ und „Insane“ geben um ein gutes Stück mehr Stoff, wodurch ein 5FDP Vergleich nicht abwegig erscheint. Aber die Jungs können auch in ruhigen Gefilden überzeugen wie die gelungene Powerballade „You Can´t Erase Me“, bei der Hilli nochmal drauflegen kann, beweist. „Awakening“ ist mir persönlich dann musikalisch und gesanglich zu nahe an David Draiman und seine beunruhigte Truppe, hält aber grundsätzlich das hohe Niveau.

DAYS OF JUPITER überzeugen wie eingangs erwähnt vor allem durch ihren vielseitigen und ausdrucksstarken Sänger, aber auch musikalisch lässt die Truppe nichts anbrennen und schafft eine gelungene Grätsche zwischen Härte und Intensität, in der auch Emotionen nicht zu kurz kommen, von der man sich in „If I Wear God“ erneut überzeugen kann. Coole Melodien, fette Riffs und gelungene Soli inklusive. Auch das restliche Material kann man dazwischen irgendwo einordnen, wobei das rockige „Favorite Waste“ starke Einflüsse von ALTER BRIDGE aufweist.

DAYS OF JUPITER haben mich absolut unerwartet erwischt, überrascht und auf voller Linie überzeugt. Die Jungs liefern starkes Futter für Fans des modernen Alternative Metal mit amerikanischer Prägung und einen Haufen Hits und Hymnen, die man so schnell nicht wieder aus dem Ohr bekommt. Wer auf die genannten Bands oder ähnliche Truppen steht, kann hier bedenkenlos zugreifen.




6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. We Will Never Die
2. I Am Stone
3. My Tragedy, My Cure
4. Wasted Years
5. You Can´t Erase Me
6. Awakening
7. If I Wear God
8. Insane
9. Give Into Me
10. Favorite Waste
11. Inglorious
Gesamtspielzeit: 48:20

maxomer
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Beitrag vom 12.05.2017
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