SYMPHONITY - King Of Persia
Label: Limb Music
Fans vom deutschen Gesangswunder Olaf Hayer hatten es wahrlich nicht leicht in den letzten Jahren. LUCA TURILLI nahm seit 2006 mit ihm kein Solo-Album mehr auf, DIONYSUS verabschiedete sich 2008 komplett von der Bildfäche und auch bei MAGIC KINGDOM trällert mittlerweile jemand ganz anderes. Zu guter Letzt ließ seine letzte aktive Band SYMPHONITY aus Tschechien seit dem starken Debüt „Voice From The Silence“ über acht Jahre nichts von sich hören.

Nun steht aber endlich der Nachfolger „King Of Persia“ ins Haus. In den Reihen der Truppe hat sich aber etwas geändert, denn über viele Strecken ist statt Olaf nämlich ein nicht weniger unbekanntes Talent in Form von Herbie Langhans (SINBREED, AVANTASIA) zu hören. Im Verlauf wechseln sich bei den Songs die beiden Deutschen ab. Meist übernimmt Herbie die flotten Songs, während Olaf bei den eher melodischen Nummern sein Können zum Besten gibt. „The Choice“ startet als starker Power Metal-Track im UpTempo Bereich, der sich aber auch nicht zu schade ist das Tempo mal rauszunehmen, um gelungene Keyboard-Parts das Ruder übernehmen zu lassen. Der Refrain geht zudem wunderbar ins Ohr. „In The Name Of God“ ist wie erwähnt, ruhiger und melodischer ausgefallen, lässt aber dennoch nicht die nötige Härte vermissen. Beim Chorus setzt man hier eher auf Hymnisches. Und so wechseln sich nicht nur die beiden Sänger immer wieder ab, sondern auch die Ausrichtung. Mit „Flying“ folgt ein energischer Heavy Rocker, den Herbie wunderbar vorträgt und einen auch an die aktuellen AVANTASIA-Alben denken lässt, ehe Olaf mit „A Farewell That Wasn´t Meant To Be“ unterstützt und mit Piano und viel Dramatik auf die Tränendrüse drückt. Danach schießt man aber mit „Children Of The Light“ gleich einen fetten Melodic Power Metal-Kracher mit allem was dazugehört nach. Der Track tendiert jedoch eher in Richtung STRATOVARIUS und bietet einige spannende Instrumental-Parts.

Man fragt sich aber, warum man diese beiden begnadeten und sehr unterschiedlich klingenden Sänger nicht effektiver nutzt anstatt plump nach jedem Song zu wechseln. Nebem dem flotten Ohrwurmkracher „Unwelcome“ spielt man diesen Trumpf aber nur beim mutigen Titelsong aus. Der Longtrack ist spannend, dynamisch und verbindet alle wichtigen Facetten der Tschechen, die von gefühlvollen Melodien über epische, leicht bombastische Elemente bis hin zu heavy Riffing und fetter Doublebass für jeden Power Metal-Fan etwas zu bieten haben. Dazu kommen zum Titel passende, orientalische Elemente, die klug, aber nicht zu aufdringlich eingebaut wurden.

Der Zweitling von SYMPHONITY hat viel zu lange auf sich warten lassen, entpuppt sich aber als starker und bunter Power Metal-Strauß. Fans dieser Kunst, egal ob STRATOVARIUS, AVANTASIA, SONATA ARCTICA oder auch RHAPSODY werden hier etwas für sich entdecken und vor allem die Leistung der beiden aus Deutschland importierten Sänger abfeiern.

www.symphonity.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. King Of Persia
2. The Choice
3. In The Name Of God
4. Flying
5. A Farewell That Wasn´t Meant To be
6. Children Of The Light
7. Siren Call
8. Live To Tell The Tale
9. Unwelcome
10. Out Of This World
Gesamtspielzeit:

maxomer
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Beitrag vom 12.10.2016
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