CADAVEROUS CONDITION - Burn Brightly Alone
Label: Starry
Mit "Burning Brightly Alone" präsentiert uns Österreichs dienstälteste, noch aktive Death Metal Band ihr zehntes Album, wobei es sich allerdings nicht um ein reines Death Metal Album handelt.

Auf der einen Seite enthält das Album einige Songs, die jeden Old-School Death Metaller vollends zufrieden stellen, wie zum Beispiel "Ghost", ein gewaltiges Monster, das böse und zäh mit einer enormen Kraft aus den Boxen rinnt und alles das sich in den Weg zu stellen versucht, bedingungslos niederwalzt. In die selbe Kerbe schlagen auch "Driftwood" und "Shine Unseen, Then Disappear", die jedoch noch eine Ecke langsamer und böser daherkommen, aber durch ihre extreme Kraft zu überzeugen wissen. "Alone I Will Travel In Time Tonight", eines der absoluten Highlights des Albums, präsentiert sich als extrem groovender Midtempostampfer in bester Old-School Manier, das sowohl aufgrund seiner Einfachheit und Eingängigkeit, als auch durch den Gesang zu überzeugen weiß und sich hinter keinen Genreklassikern, an die es gelegentlich erinnert, zu verstecken braucht. Gleiches gilt auch für "Order Of The Forlorn", das sich nach leicht schrägem Intro zu einen genialen midtempo Death Hammer entwickelt.

Auf der anderen Seite stehen hingegen Songs, die für den Death Metal Puristen wahrlich nicht leicht zu verdauen sind, meiner Meinung aber dem Album das gewisse Etwas verleihen, für Abwechslung sorgen und CADAVEROUS CONDITION von der Masse abheben. Schon bei den letzten Alben erprobt, haben CC die folkigen Einflüße noch perfekter in ihre Songs eingebaut. Der tiefe Gesang wird von schönen Melodien, meist auf der Akkustikgitarre gespielt, begleitet und verleiht Songs wie "Into My River", "Wicklow Nightfall" oder "We Knew They Were Coming" etwas Athmosphärisches, da die ruhigen, manchmal melancholischen Melodien perfekt mit dem "bösen" Gesang harmonieren, auch wenn man gelegentlich mehrere Anläufe braucht, bis sich die Songs in ihrer ganzen Vielfalt erschließen.

Auch die obligatorische Coverversion darf nicht fehlen, und da hatten CC ja schon immer ein Händchen dafür, nichtmetallische Songs in ihr ganz eigenes Soundgewand zu kleiden. Ich denke da mal an das geniale "Eisbär". Diesmal musste "We Both Go Down Together" von der US Indie Folkband THE DECEMBERISTS herhalten, und die Umsetzung kann man nur als genial bezeichnen. Der tiefe Gesang wird von klarem, leicht melancholischen Gesang begleitet, was perfekt harmoniert und dem Song einen echten Ohrwurmcharakter verleiht. Schon nach dem ersten Hören bekommt man ihn einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich hab den Song jetzt schon sicher zwanzig Mal gehört und er begeistert mich immer noch so wie beim ersten Durchlauf, was auch an den genialen Reimen liegen mag, die dem ansonst relativ einfach strukturierten Song noch das gewisse Extra verleihen.

Mit "Burn Brightly Alone" haben CC ein Meisterwerk abgeliefert, das sich wohltuend von der Masse abhebt und das sowohl Fans des guten alten Death Metal zufrieden stellen wird, als auch jeden "open minded" Metaller. Muss man haben.

www.cadaverouscondition.com


7 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Ghost
2. Driftwood
3. We Knew They Were Coming
4. We Both Go Down Together
5. Alone I Will Travel In Time Tonight
6. Wicklow Nightfall
7. Use Your Blood
8. Into My River
9. Order Of The Forlorn
10. The Clearing
11. The Small Roads Out Of Town
12. Shine Unseen, Then Disappear
13. Deathless
Gesamtspielzeit: 51:22

Tom
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Beitrag vom 18.12.2011
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