ADRENALINE KINGS - Adrenaline Kings
Mit den ADRENALINE KINGS aus Wien und Niederösterreich bekommt die heimischen Hartwurst Szene im Grenzbereich zwischen Stadionrock und Melodic Metal Zuwachs. Wenn die Band auch erst vor drei Jahren gegründet wurde, so geben die Songs eindeutig Zeugnis davon, dass hier keine Anfänger am Werke sind. Das eine oder andere Gitarrensolo würde durchaus einem der Axe Wizards so mancher 80er Stadion Rock-Band zur Ehre gereichen.

Die CD beginnt mit dem flotten Rocker „Cowboy Savage”, der mich ein wenig an IRON MAIDENs „Virtual XI” erinnert. „Without Your Love“, „Black Rain“ und besonders „Exotic Lady“ gehören zu der Art von Songs, die in den glorreichen 80ern Stadien mit Fans von Bands wie WHITESNAKE, frühen SCORPIONS, FIREHOUSE und vielleicht RAINBOW oder JOURNEY zum Mitsingen gebracht hätten. „Flying High“ stampft dann ein wenig härter aus den Boxen, etwa wie eine Kreuzung aus IRON MAIDEN und frühen BON JOVI. „When The Rain Comes Down“ bewegt sich dann im Grenzfeld der genannten Bands. „Kings of Adrenaline“ geht dann nochmals stark in die „Virtual XI“-Richtung, wird aber durch klassische „Rockgitarrenschmähs“ mit einem Tüpfelchen versehen. In der Mitte gibt es – klassischer geht es nicht – ein amtliches Gitarren-Duell der Marke Downing/Tipton oder Murray/Smith. Beim richtigen Publikum vor der Bühne könnte der „Ooooohhh“-Part im Refrain von „Live Again“ live schön für Stimmung sorgen. Nennenswerte Ausfälle finden sich nicht auf diesem Debut, wobei ich trotz der Klasse, nein gerade deswegen, davon überzeugt bin, dass die Band noch lange nicht das erreicht hat, wozu sie fähig ist. Das soll ganz einfach heißen, dass hörbar in den fünf viel Potenzial steckt, und daher noch einige Schritte getan werden, die die Band mit dem nötigen Support der richtigen Plattenfirma zu Großem verhelfen könnten.

Der Sound des Silberlings drückt angemessen an und passt zu den Songs wie die Faust auf´s Auge. Ein fettes Drumset, kreischende Rhythmusgitarren (ja, ich habe sie zuerst Marshall-like kratzig gefunden, aber genau für die Art von Rocksound sind diese Amps gemacht!!), ein gut integrierter Bass und genug Platz für die Vocals lassen keinen Wunsch offen. Die Instrumentalisten bringen allesamt hörbar das Potenzial mit, um genau den Sound, den sie spielen wollen, umsetzen zu können und auch der Sänger ist über dem Level, das man bei einer Demoband vermuten würde, wenngleich es fein wäre, wenn er beim nächsten Mal öfters ähnlich kraftvoll wie beim Refrain von „Black Rain“ singen würde – ohrenscheinlich kann er es ja. Wenn dann noch so wie im letzten Song „Crystal Tears“ durchaus öfters mal Keyboards zur Untermalung eingesetzt würden, würde das den Songs auch noch eine weitere Facette verleihen.

Ihr bestellt euch also jetzt schnell mal das Teil um lächerliche 10€ über die Homepage der ADRENALINE KINGS, und dann gibt´s zum Schluss von mir als Anspieltips „Black Rain“ und „Exotic Lady“.

www.adrenalinekings.com

MP3 - FILES:
Kings of adrenaline (File liegt auf www.profact.at)

6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Cowboy Savage
2. Without Your Love
3. Exotic Lady
4. Flying High
5. Leaving Song
6. When The Rain Comes Down
7. Kings Of Adrenaline
8. Online Lover
9. Live Again
10. Black Rain
11. Five Minute Dynamo
12. Crystal Tears
Gesamtspielzeit: 49:17

Gore
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Beitrag vom 21.03.2005
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