SERGEANT STEEL - Truck Tales
Label: Boyz Tyme Records
Nach mehr als fünf Jahren Studio-Pause liefert uns die selbsternannte „Austrias Finest Hard Rock Band #1“ SERGEANT STEEL ihr viertes Album „Truck Tales“. So nehmen uns die für authentische und stets mit Klischees und Postertum ausgestatteten Glam Rocker mit auf die Highways dieser Welt.

Eigentlich war das Album bereits 2020 fertiggestellt und erneut durch Produzenten-Legende Michael Wagener in Nashville gemixt, doch auch SERGEANT STEEL hatten mit der Pandemie zu kämpfen und sehen sich vorrangig als Live-Band. Da die Truppe die Fans und sich selbst nicht länger auf die Folter spannen wollten, ging vorerst mal die Single „Fight Fire With Fire“ raus und die schlug genug ein, um das Album nun nach zu schieben. Geboten wird ein gekonnter Mix aus US-Glam/Sleaze- und Hard Rock, der Fans der Band definitiv zufriedenstellen wird. Die Jungs sind nach wie vor authentisch sowie professionell unterwegs, aber auch mit enormer Spielfreude und einem gewissen Augenzwinkern. So gibt es spätestens bei „Dance Into The Light“ Saloon-Party und Rock´n´Roll Flair, der zum Tanzen anregt. Kein Wunder, denn Sänger Phil Vanderkill und Songschreiber Jack Power wollen das Feeling von modernen Straßen-Cowboys vermitteln. Da spielen aber trotzdem nach wie vor Helden wie WHITESNAKE, MÖTLEY CRÜE, POISON oder auch KID ROCK eine Rolle. Letzterer vor allem durch den Südstaaten-Flair, wie auch bei der gelungenen Akustik-Ballade „Brotherhood“, die schon unter die Haut gehen kann.

Etwas heavier geht es beim flotten Live-Kracher „Voodoo Queen“ aber auch beim fetzigen „Body Language“ zu, während bei „Pain In The Ass“ immer mal wieder die Akustik-Klampfe rausgeholt wird und man ein bisschen in Richtung STEEL PANTHER schielt. Gelungen ist auch „Hunter“, das nicht nur mit eingängigem Refrain und coolen Orgelklängen überzeugt, sondern einem auch 70s und 80s Filme in Erinnerung ruft, ehe „The Time Will Come“ mit abgefahrenen Melodien überrascht und dadurch um eine Ecke moderner daherkommt. Das etwas düster ausgefallene „Nightmare“ wirkt dagegen wieder ernster und rockt zum Schluss noch mal gut nach vorne.

SERGEANT STEEL werden ihrem Ruf gerecht, liefern mit „Truck Tales“ zwar keine Innovation, aber ein echt geiles Stück Rock mit viel Abwechslung, alles Klischees und Kniffen, die das Genre braucht, eine Menge Spaß macht und sogar ein paar Überraschungen. Was will man mehr? Klar, die Oberösterreicher bald wieder auf der Bühne sehen!

www.Sergeant-Steel.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Fight Fire With Fire
2. Backseat Lover
3. Dance Into The Light
4. Brotherhood
5. Voodoo Queen
6. Body Language
7. Pain In My Ass
8. Hunter
9. The Time Will Come
10. Nightmare
Gesamtspielzeit: 41:20

maxomer
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Beitrag vom 19.02.2021
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