COREY TAYLOR - CMFT
Label: Roadrunner Recoreds
Wieso macht ein Sänger, der zwei großartige und verdammt erfolgreiche Combos am Start hat ein Solo-Album, vor allem, wenn dieser großes Mitsprache-Recht hat? Entweder, weil der Mann ein unendlicher Quell an Kreativität ist, einfach mal Bock auf etwas komplett anderes hat oder weil er noch Zeug übrig hat, das – in diesem Falle – bei SLIPKNOT und STONE SOUR einfach keinen Platz hatte. Die Wahrheit liegt bei Stimmgewalt Corey Taylor und seinem Debüt „CMFT“ irgendwo in der Mitte.

Wer sich jetzt fragt, welche Fans der charismatische Amerikaner aus Iowa da bedienen will, dem sei gesagt, dass hier weder die von den wahnsinnigen New Metallern noch die von den Alternative Rockern wirklich angesprochen fühlen sollten. Wenn dann am ehesten noch Fans seiner Stimme, aber auch die könnten etwas enttäuscht sein. „CMFT“ ist zwar abwechslungsreich und hat ein paar stilistische Überraschungen mit im Gepäck, vorrangig ist es aber ein Tribut an den Südstaaten-Rock.

So erinnert „HWY 666“ – Corey hat offensichtlich Spaß an Abkürzungen – mit seiner Akustik-Gitarre sogleich an die Jungs von VOLBEAT, wenn natürlich der größte Unterscheidungspunkt hier seine markante Stimme ist. Ein coole Nummer, haut aber nicht um. So geht es mir auch beim einizigen echten Hitkandidaten – zumindest von der Idee dahinter – „CMFT Must Be Stopped“. Eine flotte Radio-Rock Nummer á la KID ROCK für die man sich einige Stars ins dazugehörige Video holte. Das Ding geht gut ins Ohr, macht irgendwie Spaß, hat aber einen faden Kommerz-Beigeschmack und nutzt sich relativ schnell ab. Spaßig ist aber auch der Kurze Gag „European Tour Bus Bathrrom Song“, bei dem ein Chor Skate-Punk Shouts rausposaunt. Dazwischen tummelt sich eine Handvoll mehr oder weniger spannenden Süd-Staaten Rocker, Balladen und Hymnen, die aber eigentlich nur durch Coreys Stimme hervorstechen und den Anteil an Rock, Metal, Country, Punk und Pop immer wieder etwas anders dosieren.

Mister Corey „Mother F*ing“ Taylor macht mit „CMFT“ eigentlich nicht wirklich etwas falsch, richtig stark ist hier aber nur wenig und zu viel plätschert eher belanglos und vor allem recht bekannt von anderen Truppen, die das einfach besser machen oder schon gemacht haben (BLACK STONE CHERRY, VOLBEAT, usw.) an einem vorbei. Wer nicht genug von der Stimme von Taylor hören kann, der darf mal einen Versuch wagen, denn Produktion und Sound sind auf jeden Fall, wie für einen mehrfachen Grammy-Gewinner üblich, absolut Bombe.

www.thecoreytaylor.com


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. HWY 666
2. NBlack Eyes Blue
3. Samantha´s Gone
4. Meine Lux
5. Halfway Down
6. Silverfish
7. Kansas
8. Culture Head
9. Everbody Dies On My Birthday
10. The Maria Fire
11. Home
12. CMFT Must Be Stopped
13. European Tour Bus Bathroom Song
Gesamtspielzeit:

maxomer
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Beitrag vom 15.10.2020
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