WINTERS VERGE - The Ballad Of James Tig
Label: Pride & Joy Music
Nach wie vor genießen die Power Metaller WINTER´S VERGE mitten in Europa eine Art Exoten-Bonus, denn auch wenn die Truppe bereits seit 2003 den Metal für ihre Heimat in die Welt tragen, kommen nicht gerade viele weitere erfolgreiche Bands aus Zypern. Mit „The Ballad Of James Tig“ gibt es nun das sechste reguläre Werk der Herren und das widmet sich, wie der Titel bereits verrät dem Seefahrer James Tig, der seine Eltern in jungen Jahren auf dem Meer verloren hat und sich deshalb sein ganzes Leben auf die Suche nach dem Seemonster Killagorak machte, um sich zu rächen.

So geht es mit „It Begins“ auch schon episch, aber gemächlich los und so baut man mit leichtem Bombast und dichter Atmosphäre sowie getragenem Gesang früh einen enormen Spannungsbogen auf. Die Erfahrung hört man WINTER´S VERGE sofort an und das neuste Werk wird nicht zu Unrecht als ambitioniertestes Album der Bandgeschichte angeprisen.
Mit vielen Details, Abwechslung und einem umfangreichen Konzept, können die Zyprioten auf jeden Fall recht schnell überzeugen und auch die Tatsache, dass man seit dem letzten Album gleich zwei neue Gitarristen finden musste, konnte der Band definitiv nichts anhaben. Außerdem führt George Charalambous trotz leicht nasaler Stimme gekonnt durch das vielseitige, aber stets maritim angehauchte Material. Weiter geht es mit dem pathetischen „A Thousand Souls“ bei dem auch Gastsängerin Teodora Stoyanova Freya (MAGIC OF THE NORTH) mitmischt. Danach wird es dank opulenten Chören mit „Dead Reckoning“ wieder bombastischer, aber auch ruhige Klavierpassagen halten hier Einzug, während „Timeless“ recht theatralisch daherkommt.
„Killagorak“ ist ein cooles Zwischenstück, das auch als Soundtrack mit geflüsterten Passagen und symphonischen Chören durchgeht. Mit „Timeless“, „Blood On The Foam“ und dem Quasi-Finale „The Sea“ liefert man auch überlange Songs, die zwischen sechs und neun Minuten alle möglichen Geschütze des Power und Symphonic Metals auffahren, ehe man mit dem Titeltrack noch eine mittelalterlich-maritime Ballade abliefert.

WINTER´S VERGE sind schon länger eine feste Größe aus zweiter Reihe in der europäischen Power Metal Szene und beweisen auch mit „The Ballad Of James Tig“ wieder, dass sie nach wie vor sträflich unterschätzt werden. Ob es für den Sprung in die erste Reihe reicht, wird sich erst zeigen müssen.

www.winters-verge.com


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. It Begins
2. A Thousand Souls
3. Dead Reckoning
4. Timeless
5. Killagorak
6. I Accept
7. Blood On The Foam
8. The Sea
9. Ballad Of James Tig
Gesamtspielzeit: 48:22

maxomer
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Beitrag vom 10.09.2020
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