BULLETBELT - Warlords
Label: Impaler Records
Die Jungs von BULLETBELT stammen aus Neuseeland und bieten seit elf Jahren einen Mix aus ruppigem Death, Thrash, Black und Speed Metal mit keifendem Gesang. Für ein Land, aus dem es vorrangig sehr atmosphärische und düstere Kost gibt, eine willkommene Abwechslung.

Die Jungs fackeln nicht lange und peitschen meist gut nach vorne, bieten aber auch das eine oder andere Akustik-Intro oder kurze Verschnaufpausen. Vorrangig wird aber geholzt und der Sound ist doch recht roh ausgefallen. Das vierte Werk der Herren startet mit einem flotten 80er Thrasher mit Melodic Death-Unterton, der nichts anbrennen lässt und live sicher gut ballert. Spätestens mit „Herodian Kingdom“ wird es aber dann überraschend atmosphärisch und man geht in Richtung BATHORY oder auch diverse Post-Black Metal Truppen, die sich durch die getragenen Screams und cleane Gitarrenpassagen bemerkbar machen. Dafür gibt’s mit „Blade On The Fire“ Death´n´Roll Feeling und dementsprechend wieder ein erhöhtes Tempo. So gleicht kaum ein Song dem anderen und es geht „Flames Of Hell“ mit 80s Thrash meets Black/Death wieder gut nach vorne, bietet aber dafür abgefahrene Riffs, die etwas an CHILDREN OF BODOM erinnern. Bei „Boudicia“ gibt es dann ein paar tiefere Growls, viel Groove und zahlreiche Tempiwechsel. So gleicht kaum ein Song dem anderen und doch gibt es da einen roten Faden, vor allem im Riffing und auch im Gesang von Fronter Paul Roberts, der sich immer wieder die Seele aus dem Leib brüllt. So auch beim wüsten Old-School BM-Geknüppel „Mutilate And Destroy“ oder auch dem intensiven Finale in Form des schrammelnden Titeltracks, der das Album gekonnt abschließt.

Nachdem ich zunächst wegen dem doch recht ruppigen Sound und der straighten Songs zu Beginn etwas skeptisch war, konnte mich „Warlords“ ab dem zweiten Drittel immer wieder überraschen und offenbarte immer weiter seine Finesse, Abwechslung und den Ideenreichtum der Truppe aus Neuseeland. Der Mix aus COB, BATHORY, SKELTONWITCH, DEMOLITION HAMMER, EXMORTUS oder auch LEGION OF THE DAMNED, kann sich absolut hören lassen und macht eine Menge Spaß.

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5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Destroyer Of All
2. Impaler
3. Punishment Of God
4. Herodian Kingdom
5. Blade On The Fire
6. Flames Of Hel
7. Boudicia
8. Mutilate And Destroy
9. Warlords
Gesamtspielzeit: 39:52

maxomer
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Beitrag vom 28.07.2020
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