BURDEN OF LIFE - The Makeshift Conqueror
Label: Noizgate Records
Einst starteten BURDEN OF LIFE als Frickel-Melo-Death Combo, die stark an SOILWORK erinnerte, im Verlauf schlichen sich aber bereits Power Metal Elemente ein. Nun sind die Herren aus Deutschland bei ihrem vierten Album angekommen und liefern ein umfangreiches Prog-Werk ab, das sich so überhaupt nicht in eine Schublade schieben lassen will.

So startet man mit einem ruhigen Akustik-Stück, dass irgendwo zwischen DREAM THEATER, DEVIN TOWNSEND und AYREON, aber irgendwie komplett anders agiert, ehe man in die oben geannten Frickel-Orgien verfällt. Doch „Geistesblitz“ erinnert nur noch im Ansatz an SOILWORK und bietet in seinen acht Minuten auch Riffkunst á la ARCH ENEMY, ruhige, getragene Momente, bombastische Chöre, aber auch theatralische Vocals und Blastbeats. Einfach machen es einen BURDEN OF LIFE wahrlich nicht, doch so anstrengend und überfüllt sich dieser Song zunächst anfühlen mag, er funktioniert und geht auch bald gut ins Ohr.

„Anthem of The Unbeloved“ mixt wieder klassischen Melo-Death mit Power Metal wie es auch AVATAR oft tun, dazu gesellen sich abgefahrene Rhythmen und zahlreiche Tempiwechsel, ehe „Sealing Our Fate“ mit treibenden Melodien und kraftvollen Power Metal Vocals und Chören überzeugt, im letzten Drittel aber dann mit Fahrstuhlmusik überrascht. Auch hier muss DEVIN TOWNSEND wieder erwähnt werden, aber in heftigeren Momenten dann auch wieder alte MERCENARY, vor allem was die Intensität betrifft. Wirklich heftig wird es im thrashigen „Pisces“, bei dem Frontmann Christian Kötterl passend tiefe Growls präsentiert. Im Mittelteil gibt es wieder abgefahrene Melodien und eine gute Prise Black Metal Flair. Genauso abwechslungsreich und unvorherseehbar geht es weiter, wobei noch das dramatische „Regression (Goddess´ Return) sowie das elfminütige Finale „The Makeshift Conqueror Pt. II“, bei dem aber auch alle bisher gehörten Geschütze und noch ein paar mehr aufgefahren werden.

„The Makeshift Conqueror“ ist nichts für schwache Nerven und fordert mit den vielen Stilmittel, dem überaus progressiven Songwriting sowie den übermäßigen Genreeinflüssen gewaltig, belohnt aber Dranbleiber mit einem wirklich gelungenen Werk, das irgendwo zwischen den genannten Bands angesiedelt sein mag, aber auch mehr als genug Eigenes mitbringt. Ein absoluter Geheimtipp für Extreme-Prog-Fans!

www.burdenoflife.de


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Makeshift Conquereor Pt. I
2. Geistesblitz
3. Goddess Of The River
4. Anthem of THe Unbeloved
5. Sealing Our Fate
6. Pisces
7. Regression (Goddess´ Return): Trust My Own Heart
8. The Makeshift Conqueror Pt. II
Gesamtspielzeit: 59:00

maxomer
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Beitrag vom 12.06.2020
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