CANDLES & WRAITHS - Candelabia
Label: DIY
Dass es in Wien auch heutzutage noch düstere Ecken gibt, weiß man ja. Aber vielleicht weniger bekannt ist, dass in manchen auch gruselige Musik gemacht wird – abgesehen von der Geisterbahn im Prater. Diese wird seit fünf Jahren von drei Musikern unter dem Namen CANDLES AND WRAITHS erschaffen, und nach der Veröffentlichung von zwei Singles gibt es mit „Candelabia“ nun das erste Album.

Ein äußerst bombastisches Intro, das als Filmmusik für jeden Horrorfilm perfekt geeignet wäre, bereitet auf das Nachfolgende vor. Bei „After Midnight“ geht es dann schon heftiger und vor allem rasanter zur Sache, und auch gesanglich gibt es bösartiges Growling auf die Ohren, wodurch der bedrohliche Charakter erhalten bleibt. Dies alles ist jedoch in epische Backgroundtöne verpackt, was den düsteren Eindruck verstärkt, und egal wie hart die Spielweise ist, es finden sich immer wieder viele melodische Elemente innerhalb der Tracks. Viele Titel sind von der Spielweise her ziemlich schnell, aber es findet sich auch Langsameres auf der Platte, wie etwa „All Hallows Eve“. Hier kommt die düstere Atmosphäre noch intensiver herüber als bei den speedreichen Titeln. Mittendrin findet sich ein wunderbares Instrumentalstück namens „Melpomene“, das von Spinett-Klängen usw. geprägt ist, und ein zauberhaft altertümliches Flair verbreitet. Nach dieser Entspannungsphase folgen noch ein paar härtere Songs mit wechselhaften Vocals, die von furchteinflößend krächzend bis zu beinahe verzweifelt screamend reichen, wodurch das erzeugte Flair niemals abreißt.

CANDLES AND WRAITHS bieten vom ersten bis zum letzten Ton mitreißendes Horrorfeeling, und man lässt sich nur allzugern in eine Schattenwelt entführen. Zwar sind die Drums meistens eine Hämmerorgie, aber viele melodische Elemente gleichen das wunderbar aus. Auf jeden Fall ist „Candelabia“ für Freunde der Düsternis ein gelungenes Hörerlebnis. Ich bin zwar keine Freundin von Vergleichen, aber wer CARACH ANGREN mag, der wird auch CANDLES AND WRAITHS mögen.

www.facebook.com/candlesandwraithsofficial


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Coming Of Candelabia
2. After Midnight
3. Nightmares On Forsaken Soil
4. Fire Amidst The Crashing Waves
5. All Hallows Eve
6. Melpomene
7. The Stranger
8. Wartorn Lovelorn
9. Beneath Cathedral Walls
10. Ad Astra
11. A Grate On A Grave
Gesamtspielzeit: 42:48

Metalmama
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Beitrag vom 25.03.2020
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