SILVERSTEIN - A Beautiful Place To Drown
Label: UNFD
Zum 20-jährigen Jubiläum schenkt sich SILVERSTEIN aus Kanada quasi das aktuell zehnte Album selbst. Heißt, alle zwei Jahre ein neues Album und dazwischen gabs zum drüberstreuen auch die eine oder andere EP. „Discovering The Waterfront“ aus 2005 läuft bis heute immer wieder in meinem Player, in den letzten Jahren habe ich das Quintett dann nicht mehr so am Radar gehabt. Ob sich das mit „A Beautiful Place To Drown“ zu ändern vermag, wage ich aber zu bezweifeln.

Zwar ist es mehr als löblich, dass Shane Todd und Co. auf dem Album so einiges ausprobieren und versuchen ihren Emocore mit Pop und Elektro zu verschmelzen, nur leider funktioniert dieses Vorhaben, trotz einiger illustrer Gäste wie Aaron Gillespie (UNDEROATH), Pierre Bouvier (SIMPLE PLAN) und Caleb Shomo (BEARTOOTH) und Princess Nokia nur bedingt. Gerade aber die letztgenannte Kollobaration gelingt mit Abstand am besten, denn hier passen Gegensatz, Timing, Songwriting sowie die musikalische Wucht. Neben „Madness“ wohl dem Highlight der Platte stechen vorallem das heftige Eröffnungsdoppel „Bad Habits“ und das darauffolgende „Burn It Down“ besonders heraus.

Mit dem vielgehypten „Infinite“ werde ich nur bedingt warm, zu glatt zu zuckersüß kommt der Song, der zugegeben gut ins Ohr geht, um die Ecke und es fehlt ein wenig an Ecken und Kanten. Wobei man bei mehrmaligen Hören schon feststellen muss, dass die Texte größteils viel Tiefe haben und durchaus ernste wie aktuelle Themen wie psychische Probleme, Leistungsdruck und Machtmissbrauch seitens der Politik aufgreifen.

SILVERSTEIN haben auf „A Beautiful Place To Drown“ hoch gepokert mit ihrem Konzept, leider geht dieses Wagnis nicht zur Gänze auf. Dennoch liegt hier ein solides Album vor dem man im Zweifel einen zweiten oder dritten Hördurchlauf gönnen sollte bevor man sich ein endgültiges Urteil bildet.





4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Bad Habits (feat. Intervals)
2. Burn It Down (feat. Caleb Shomo)
3. Where Are You
4. Infinite (feat. Aaron Gillespie)
5. Shape Shift
6. All On Me
7. Madness (feat. Princess Nokia)
8. Say Yes!
9. Stop
10. September 14h
11. Coming Down
12. Take What You Give (feat. Pierre Bouvier)
Gesamtspielzeit: 36:54

tsunemoto
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Beitrag vom 23.03.2020
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