ASSASSIN - Bestia Immundis
Label: Massacre Records
Mit dem neuen Album „Bestia Immundis“ haben ASSASSIN ein aggressives und abwechslungsreiches Album erzeugt, das sowohl schnelle als auch düstere und experimentelle Passagen miteinander vereint und ein einprägsames Metal-Erlebnis bietet. „The Swamp Thing” startet gleich ohne Umschweife los und schraubt sich eingängig in die Gehirnwindungen. Auch die „Bestia Immundis“ am Cover passt perfekt zu diesem Track die aus den unwirtlichen Sümpfen empor zu steigen scheint.

Der ziemlich vielversprechende Opener wird nicht weniger schlagkräftig vom schnellen Track „Hoch Much Can I Take“ abgelöst. Auch hier brennt sich der Call and Response-Refrain sofort ein, welcher sich bestimmt auch gut bei Live-Auftritten macht. Die temperamentvolle Stimme von Sänger Ingo Bajonczak und die gemeinsamen Gesangspassagen verleihen auch den nachfolgenden Songs eine ungeahnte Wucht.

Beim Track „Not Like You!” geht es um die bewusste Abgrenzung gegenüber der Mainstream-Gesellschaft. Der tiefgründige Text bringt soundtechnisch auch ein paar langsamere Passagen mit sich, die Abwechslung in die ansonsten schnellen Riffings bringen. Auch der Tack „The Wall” beginnt mit einer gewissen Ruhe, bevor mit einer ungeheuren Wut gegen die aktuelle politische Situation in Amerika gewettert wird. Mit „Hell’s Work Done” wird eine musikalische Klangwalze entfesselt die einen überrollt. Überraschend wird es plötzlich beim Song „The Killing Light” ruhig und eine akustische, melancholische Gitarrenmelodie erklingt, die jedoch schon bald von ein paar härteren Tönen abgelöst wird.

Auch der eher lustig anmutende Track „Shark Attack“ macht Stimmung bevor sich mit dem „War Song“ wieder ernsthafteren Themen gewidmet wird und laut Band als „Krieg ist die Abwesenheit von Vernunft“ kommentiert wird.

Zum Schluss werden mit „Chemtrails Part 1 & 2“ noch einmal andere Töne angeschlagen. Der rein instrumentale Track „Chemtrails (Part 1)” erzeugt eine mystische Atmosphäre und hebt sich komplett von den übrigen Songs am Album ab. Im Gegensatz dazu startet „Chemtrails (Part 2)” mit gewohnt schnellen Riffings und der giftigen Voice von Bajonczak und befasst sich ironisch mit der Macht moderner Medien.

Ein extrem geiles Thrash Metal-Album das man definitiv nicht verpassen sollte. Die aggressive Mischung aus Thrash- und Speed Metal mit Hardcore und Punk Einflüssen reißt einen von Anfang bis zum Ende des gesamten Albums „Bestia Immundis“ mit.

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7 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Swamp Thing
2. Hoch Much Can I Take?
3. No More Lies
4. Not Like You!
5. The Wall
6. Hell’s Work Done
7. The Killing Light
8. Shark Attack
9. War Song
10. Chemtrails (Part 1)
11. Chemtrails (Part 2)
Gesamtspielzeit: 49:02

Veronica de Groot
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Beitrag vom 05.03.2020
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