NATHAN GRAY - Working Title
Label: End Hits Records
Nach der Kurz-EP mit Jesse Barnett von STICK TO YOUR GUNS im Herbst erscheint nun auch das zweite wirkliche Soloalbum von NATHAN GRAY, allseits bekannt als Frontmann der (Post-)Hardcore Veteranen BOYSETSFIRE. Hat er das letzte Album, noch gänzlich allein eingespielt hat er sich diesmal von Anfang an eine Band ins Haus geholt, die ihn auch auf Tour begleiten wird. Und das hört man dem Album schon an, dass hier eine homogene Band am Werk ist. Zusätzlich ist das neue Material deutlich positiver als die Songs der vergangenen Jahre, in denen er seine Dämonen und seine teilweise traumatischen Kindheits und Jugenderinnerungen aufgearbeitet hat.

Nun wirkt Nathan Gray mit sich im Reinem, und so gerät der Output von „Working Title“ fröhlich wie poppig oder hat zumindest eine aufmunternde Grundstimmung. Im Opener „In My Defense“ wird das Tempo noch angezogen, und es könnte sich auch um einen langsameren BOYSETSFIRE oder THE CASTING OUT Song handeln, ähnlich verhält es sich auch mit dem nachfolgenden „I’m A Lot“. Warum in “Working Title” die Stimme von Gastvocalist Chuck Ragan (HOT WATER MUSIC) so derartig in den Hintergrund gemischt wurde, bleibt mir ein Rätsel, würde doch gerade das Duett dieser beiden markanten Stimmen des (Post-)Hardcores, das besondere Extra ausmachen. Nichts destotrotz findet sich eigentlich kein schlechter Song auf dem Album, das Songwriting erreicht vielleicht nicht ganz die Klasse seiner Hauptband aber macht wie das abschließende „Never Alone“, ein lupenreiner Power-Pop Song gehörig Laune beim Hören.

Wieder ein gelungens Album von Nathan Gray, aber das beste an dem Album ist, dass es ihm sichtlich gut geht, und der Therapie-Effekt der Musik voll durchgeschlagen hat.



www.nathangraymusic.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. In My Defense
2. I’m A Lot
3. Working Title (feat. Chuck Ragan)
4. What About You?
5. Refrain
6. Still Here
7. The Markings
8. Hold
9. Mercy
10. No Way
11. Never Alone
12. The Fall
13. Down
Gesamtspielzeit: 44:40

tsunemoto
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Beitrag vom 13.02.2020
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