ANNIHILATOR - Ballistic, Sadistic
Label: Neverland Music Inc.
Kaum zu glauben, dass der letzte ANNIHILATOR Release „Suicide Society“ schon wieder vier Jahr her ist. Mit dem neuen Album „Ballistic, Sadistic” welches von Sänger und Gitarrist Jeff Waters selbst produziert wurde, wollte man sich gezielt von so manchen Meinungen der Plattenlabels entziehen und bewusst etwas eigenes schaffen. Laut Jeff Waters wollte man auf dieser LP den ganzen Unsinn in den Müll werfen und ein Album erschaffen, das sowohl zornig als auch technisch an die ersten drei Alben angelehnt ist.

Im Gegensatz zum Vorgänger-Album ist bereits der erste Track „Armed To The Teeth“ von typischen Old School Thrash Metal-Klängen à la ANNIHILATOR geprägt und es baut den Titel des Album in den Song ein. Die Musik ist ziemlich heavy mit vielen knackigen Riffings und kurzen Shouts, die sich als Opener gut eignen. Mit „The Attitude” wird erst langsam Stimmung aufgebaut bevor der Track an Geschwindigkeit zulegt. Die „Fuck“-Zwischenrufe machen jetzt bereits Stimmung für kommende Konzerte.

Mit „Psycho Ward” schlägt man jedoch wiederum eine Schiene ein, die auch gut auf das Vorgänger-Album gepasst hätte. Auch bei den nachfolgenden Tracks merkt man, dass es doch eine gewisse Verbindung zwischen dem rohen Thrash Metal und neueren Elementen gibt. Das Album schlägt musikalisch wieder eine härtere Richtung ein und auch textlich prangert man mit „Out With The Garbage” so manche Umbrüche an, die hier sehr mehrdeutig zu verstehen sind.

Während „Dressed Up For Evil“ dahinrasselt machen vor allem die Schlagzeug Beats „Riot“ zu einem hämmernden Schädelschwinger bei dem man sich gerne zum Aufstand erhebt. Etwas ruhiger wird es dann bei „Lip Service” mit ein paar rockigen Klängen, die vor allem Text und Gesang in den Vordergrund stellen. Im Gegensatz dazu thrashed „The End Of The Lie” ungehemmt drauf los. Zum Abschluss bringt „Thats Life” noch einmal die Stimmung zum Kochen, mit röhrenden Gitarren, schnellen Beats, einem eindringlichen Sound und noch eindringlicheren Worten.

Fans von den älteren ANNIHILATOR-Scheiben ist das neue Album „Ballistic, Sadistic” definitiv zu empfehlen. Es stellt jedoch auch einen ziemlichen Bruch zum Vorgänger dar und bietet weniger eingängige Tracks, was wahrscheinlich bewusst in Kauf genommen wurde. Nichtsdestotrotz werden Fans mit dem Album ihre Freude haben.

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4 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Armed To The Teeth
2. The Attitude
3. Psycho Ward
4. I Am Warfare
5. Out With The Garbage
6. Dressed Up For Evil
7. Riot
8. One Wrong Move
9. Lip Service
10. The End Of The Lie
11. Thats Life
Gesamtspielzeit: 51:06

Veronica de Groot
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Beitrag vom 15.01.2020
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