BROTHERS OF METAL - Emblas Saga
Label: AFM Records
Im vergangenen Jahr fühlte es sich an, als wäre die 8-Mann/Frau starke Formation BROTHERS OF METAL mit ihrem überraschend starken Debüt aus dem Nichts gekommen. Doch eigentlich wurde „Prophecys Of Ragnarök“ bereits Anfang 2017 veröffentlicht. Erst durch den Deal mit AFM Records und dem Re-Release Ende 2018 hat das Teil und die dazugehörige Truppe aus dem schwedischen Falun endlich ihre verdiente Aufmerksamkeit bekommen.

Auch wenn es sich anfühlt, als wäre das Debüt gerade erst erschienen, überrascht es jetzt nicht, dass die Jungs und Mädel mit „Emblas Saga“ nachlegen und schon ein frühes Highlight in 2020 im Power Metal Sektor liefern. „The Hype is Real“ heißt es in der Promo-Ausschreibung und ja, dank unzähligen Youtube-Klicks und viel Tamtam sind die BROTHERS OF METAL im Hype-Mode, das aber verdient, denn qualitativ steht der Zweitling seinem starken Vorgänger in nichts nach.

Erneut geht es in die nordische Mythologie und gleich das Intro macht klar, dass man hier epische Stories erzählen will. Erzähler, Samples und folkiger Charakter unterstreichen das Konzept zusätzlich. BoM übertreiben es aber nie und konzentrieren sich erneut auf abwechslungsreiche und spannende Power Metal Kost irgendwo zwischen Heavy, True, Symphonic und Folk Metal. Dank Erfahrung und eventuell mehr Budget, ist der zweite Streich nun auch bombastischer ausgefallen. Dennoch lässt man an Härte nichts vermissen und serviert Hymne um Hymne. „Powersnake“ ist zu Beginn gleich ein heavy Statement bei dem Ylva Eriksson erneut ihre kraftvolle Stimme präsentiert, aber auch die männliche Unterstützung, die oftmals rau und auch mal aggressiv daherkommt, harmoniert wunderbar mit den nordischen Sagen. „Hel“ ist etwas verträumter ausgefallen und lädt sofort zum Mitsingen ein, „Chainbreaker“ ist seinem Namen entsprechend ein echter Heavy Metal Banger mit starkem Ohrwurmcharakter, während „Kaunaz Dagaz“ dank folkigen Keys und Sing-along-Refrain an manchen Enden an AVANTASIA erinnert. Aber auch weitere Einflüsse wie SABATON (Pathos), NIGHTWISH (folkige Melodien), STRATOVARIUS (Keyboardteppiche) und vor allem BATTLE BEAST können als Einflüsse der BROTHERS OF METAL genannt werden. Und dass man bald mit ELVENKING auf Tour geht, ist bei der Single „Njord“ definitiv auch keine Überraschung und eine passende Kombination. Wer auf ruhigere Töne steht, bekommt mit „Weaver Of Fate“ ein gelungene Akustik-Ballade, die an die Glanztaten von SUIDAKRA erinnert und auch „One“ versucht sich balladesker Klänge und überzeugt mit starkem Duett.

Die BROTHERS OF METAL haben mit ihrem Debüt einen Überraschungshit hingelegt und schaffen das Kunststück mit „Emblas Saga“ erneut. Man mag etwas die Härte zurückgeschraubt und mehr Symphonisches zugelassen haben, doch damit noch mehr Abwechslung in das Hitfeuerwerk gebracht. Und auch, wenn man zahlreiche Einflüsse erkennen kann, bewerkstelligen es die Schweden mühelos, ihren eigenen Stil zu etablieren und bei der Qualität kann man da sowieso nicht böse sein. Wer auf Power Metal des Nordens steht, wird in den nächsten Jahren kaum an der Band vorbeikommen.

www.facebook.com/brothersofmetalofficial


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Brood Of The Trickster
2. Powersnake
3. Hel
4. Chain Breaker
5. Kaunaz Daz (Dawn Of Fire)
6. Theft Of The Hammer
7. Weaver Of Fate
8. Njord
9. Emblas Saga
10. Brothers Unite
11. One
12. Ride Of Valkyries
13. To The Skies And Beyond
Gesamtspielzeit: 55:06

maxomer
Weitere Beiträge von maxomer

Weitere Beiträge über BROTHERS OF METAL


CD-Bewertung
0 Stimmen [LESERCHARTS]
Deine Bewertung:
  



War diese Kritik hilfreich?
0 Stimmen
Deine Bewertung:
  


Beitrag vom 08.01.2020
Zurück


Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: