STORMWARRIOR - Norsemen
Label: Massacre Records
Ob man sich als Hamburger schon als Nordmann sehen kann? Diese Fragen stellen sich die Power Metal Wikinger STORMWARRIOR gar nicht erst und taufen ihr sechstes Werk nach einer langen Wartezeit von fünf Jahre einfach mal „Norsemen“. Das aber nicht zufällig, denn die Deutschen wollen mit ihrem neuesten Streich direkt an ihr Hitalbum „Heading North“ anschließen.

Und, um euch nicht lange auf die Folter zu spannen, das schaffen die Jungs auch mühelos. Nicht, dass „Thunder & Steele“ oder „Heathen Warrior“ schwach waren, doch an das 2008er Werk kam man nicht mehr ganz ran. So ballert der Titeltrack „Norsemen (We Are)“ nach kurzem Intro furios nach vorne und erinnert nicht zufällig an den Titeltrack des Vorbildalbums, da der Track bereits irgendwann zwischen 2004 und 2008 entstanden ist, nun aber endlich fertiggestellt wurde. Der Sound ist bewusst rau und roh gehalten, die Gitarren flirren nur so und Lars Ramcke sing von Wikingern, Heldentaten und allem was dazu gehört, eindringlich wie eh und je. Alles natürlich in Highspeed und mit der Doublebass im Anschlag. Dennoch kommen die Melodien, eine Schippe Pathos und hymnische Refrains zum Mitsingen auch dieses Mal nicht zu kurz.

Dass die Jungs gewaltig hungrig sind spürt und hört man. Das liegt vielleicht auch daran, dass Yenz Leonhart nach zweijähriger Pause doch wieder an Bord ist und auch Drummer Falko Grau (früher Reshöft) eine Dekade nach seinem Ausstieg, wieder hinter den Drums Platz genommen hat. Somit ist im Hause STORMWARRIOR eigentlich alles beim Alten. Die Tracks sind allesamt furios und lassen kaum Zeit zum Atmen, sprudeln nur so vor Melodien und pathetischen Texten und machen einfach eine Menge Laune. „Freeborn“ gefällt mit positiver Stimmung und galoppierenden Rhythmen, „Sword Dane“ geht dank reduzierter Geschwindigkeit und hymnischen Chören im Refrain verdammt gut ins Ohr und „Shield Wall“ ist ebenso wie der Titeltrack eine gewaltig starke Hymne, die einen mitten in die Schlacht entführt und mit fetter Soundwand AMON AMARTH mit in den titelgebenden Schildwall nimmt. Zum Schluss gib es mit „Sword Of Valhalla“ noch einen epischen Longtrack, der mit IRON MAIDEN-Intro sofort gefällt und dank bombastischen Elementen, spannenden Aufbau, vielen Tempiwechsel und einem starken Finale das Album mehr als gekonnt abschließt.

STORMWARRIOR sind zurück und das in der Form ihres Lebens. Die Pause sowie die Reunion hat den Hamburgern nochmal Auftrieb gegeben und zeigt mit „Norsemen“ ein Album mit allem, was die Fans an der Band lieben. Der Sound ist vielleicht Geschmackssache, denn die Produktion klingt schon verdammt roh und hätte einen leicht zeitgemäßeren Anstrich sicher vertragen, aber das soll nur Meckern auf hohem Niveau sein. Fans des Nord-Deutschen Speed/Power Metals greifen unbedingt zu!

www.stormwarrior.de


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. To The Shores Where We Belong
2. Norsemen (We Are)
3. Storm Of The North
4. Freeborn
5. Odin´s Fire
6. Sword Dane
7. Blade On Blade
8. Shield Wall
9. Sword Of Valhalla
Gesamtspielzeit: 50:22

maxomer
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Beitrag vom 02.12.2019
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