EDENBRIDGE - Dynamind
Label: SPV (Steamhammer)
Unser österreichisches Aushängeschild im female-fronted Gothic/Symphonic Metal Bereich, EDENBRDIGE, ist bereits beim zehnten Werk angekommen! Das Teil hört auf den Namen „Dynamind“, ist wieder mit viel DIY-Herangehensweise im eigenen Studio und mit Fanbeteiligung via Crowdfunding entstanden und verspricht einmal mehr alles was die Band bereits seit über zwei Dekaden ausmacht.

Wer EDENBRIDGE mag, wird auch „Dynamind“ schnell lieb gewinnen. Die Oberösterreicher haben eine treue Fanbase rund um den Globus und sind schon lange mehr als nur ein Geheimtipp. Das haben sich Mastermind Lanvall, Fronterin Sabine und die restliche Truppe, die immer mal wieder durch Veränderungen gegangen ist, seit dem Vorgänger jedoch stabil blieb, aber auch hart erarbeitet. Auch wenn Fans genau das bekommen, was sie erwarten, so wurde wieder im Detail geschraubt. Neben teils bombastischen und hochmelodischen Symphonic Metal-Hymnen, die vor allem durch Sabines Stimme getragen werden, gibt es wieder knackige Riffs, verspielte Soli, ein echtes Orchester und allerlei liebevolle Details. Gestartet wird mit einem typischen, für Bandverhältnisse flotteren und mit modernen Keys ausgestatteten Track der schnell ins Ohr geht und so wird „The Memory Hunter“ mit seinen heavy Riffs sicher ins Live-Set einziehen. „Live And Let Go“ ist im Anschluss etwas bombastischer ausgefallen und „Where Oceans Collide“ schließt mit einem überraschend hohen Härtegrad an. „On The Other Side“ fällt dann durch sehr hohen Folk-Anteil auf, erinnert etwas an AYREON und lockert das Album wunderbar auf. Danach folgt aber auch gleich wieder Härte und Bombast in Form von „All Our Yesterdays“ das weiter die bisher nie dagewesene Experimentierfreudigkeit der Band unterstreicht. Space´ige Keys treffen auf oppulente Orchestrierung und düstere Riffs, während Sabine ihr Können voll ausspielen kann. Und dennoch spürt man stets, dass man es mit EDENBRIDGE zu tun hat, denn Lanvall hat sowohl im Songwriting als auch im Riffing und eigentlich allen Aspekten seine eindeutige Handschrift hinterlassen. Mit dem treibenden „Tauerngold“ gibt es auch etwas Heimatverbundenheit sowie Akustik-Gitarre und weiter Folk-Elemente, die dem getragenen Song wirklich gut zu Gesicht stehen.

Nach einem weiteren dynamischen und heavy tönenden Song namens „What Dreams May Come“ gibt es mit „The Last Of His Kind“ den obligatorischen Longtrack. Wie gehabt spielt die Band hier viele Facetten aus und setzt vor allem die Orchestrierung gekonnt in Szene. Mit dem kurzen und reduzierten Titeltrack schließt man das Album dann verhältnismäßig ruhig, aber durchaus gekonnt ab.

„Dynamind“ ist das wohl mutigste und vielseitigste Album der Bandgeschichte und zeigt den, eventuell eh schon etwas überfälligen Schritt nach vorne, schafft es dabei aber trotzdem zu hundert Prozent nach EDENBRIDGE zu klingen. Fans der Truppe werden hier sowieso zugreifen – wenn sie es nicht sowieso schon via Crowdfunding getan haben – Freunde des Symphonic Metal sollten auf jeden Fall einen Versuch wagen.

www.edenbridge.org


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Memory Hunter
2. Live And Let Go
3. Where Oceans Collide
4. On The Other Side
5. All Our Yesterdays
6. The Edge Of Your World
7. Tauerngold
8. What Dreams May Come
9. The Last Of His Kind
10. Dynamind
Gesamtspielzeit: 55:00

maxomer
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Beitrag vom 01.11.2019
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