ALTER BRIDGE - Walk The Sky
Label: Napalm Records
Obwohl ALTER BRIDGE nun schon seit 15 Jahren existieren und mit „Walk The Sky“ bei ihrem sechsten Album angekommen sind, geht mir CREED irgendwie doch noch ab. Das soll aber nicht heißen, dass auch das neueste Werk von den Ex-CREED´lern mit Frontmann Myles Kennedy, der auch bei SLASH mitmischt und im vergangenen Jahr auch sein Solo-Debüt ablieferte, nicht mühelos mithalten kann. Neu ist, dass Kennedy und Mastermind Tremonti sich vorab alleine jeweils hingesetzt haben um ganze 14 Tracks via E-Mail hin und her zu komponieren, während die restliche Band nur noch im Studio ihren Senf dazugeben konnten. Dennoch hat sich am Grundsound nichts geändert.

Hier treffen nämlich nach wie vor rockige Stadion-Hymnen-Klänge auf metallische Vibes und leichte Melancholie, die noch von CREED übriggeblieben sein dürften. Alles komplex und doch nach einigen Durchläufen mit einer Vielzahl an Ohrwürmern und Hymnen, lässt man einmal mehr die Grenze zwischen Rock und Metal komplett verschwimmen und liefert bis ins Detail durchkomponierte Songs, die bei ALTER BRIDGE selten so abwechslungsreich waren wie heute. Typische Hymnen wie „Wouldn´t You Rather“ oder das unverschämt eingängige „Take The Crown“ treffen hier auf düstere Grunge-Nummern wie „Walking On The Sky“, bei dem ALICE IN CHAINS oder SOUNDGARDEN grüßen lassen. Dazu gesellen sich der überaus heavy tönende, aber mit MUSE-Rhythmen ausgestattete Überraschungshit „Forever Falling“, die obligatorische Power-Ballade „The Bitter End“ oder das dramatisch-düstere „Pay No Mind“, wo man auch vor Synthies nicht zurückschreckt. Dennoch gibt es auf „Walk The Sky“ den berühmten Roten Faden und alles klingt absolut nach ALTER BRIDGE, was nicht zuletzt an Myles Kennedys einzigartigem Gesangsstil und seiner Stimme liegt. Hier ist natürlich auch ein gewisser Knackpunkt, denn nicht jeder kann mit Myles oftmals etwas gleichförmigen und eindringlichen Stil etwas anfangen. Somit sei auch dieses Mal wieder gewarnt; wer bisher nichts mit den amerikanischen Alternative Metal Stars anfangen konnte, der wird es auch auf dem sechsten Output nicht, so sehr sich die Truppe auch bemüht, neue Horizonte zu erforschen. Apropos neu; mit „Dying Light“ wird es zum Schluss noch überraschend bombastisch und dramatisch. Zwar kratzen Tremonti und seine Jungs hier an der Kitsch-Grenze, liefern aber nochmal eine kleine Überraschung und eine große Hymne ab.

Mit „Walk The Sky“ haben es ALTER BRIDGE nochmal geschafft einen kleinen Schritt nach vorne zu machen, ohne sich von ihren Wurzeln zu entfernen. Fans können bedenkenlos zugreifen, Freunde des rockenden Metal oder metallischen Rocks, sollten auf jeden Fall auch einen Versuch wagen.

www.alterbridge.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. One Life
2. Wouldn´t You Rather
3. In The Deep
4. Godspeed
5. Native Son
6. Take The Crown
7. Indoctrination
8. The Bitter End
9. Pay No Mind
10. Forever Falling
11. Clear Horizon
12. Walking On The Sky
13. Tear Us Apart
14. Dying Light
Gesamtspielzeit: 60:20

maxomer
Weitere Beiträge von maxomer

Weitere Beiträge über ALTER BRIDGE

CD-Bewertung
1 Stimme(n)
Durchschnitt: 5
[LESERCHARTS]
Deine Bewertung:
  



War diese Kritik hilfreich?
0 Stimmen
Deine Bewertung:
  


Beitrag vom 31.10.2019
Zurück


Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: