OZYMANDIAS - Cake!
Label: Stonefree Records
OZYMANDIAS ist nicht nur ein berühmtes nun 200 Jahre altes Gedicht von Percy Bysshe Shelley, ein Charakter aus dem Comic Watchmen und die wohl ikonischste Folge der letzten Breaking Bad Staffel, sondern auch eine außergewöhnliche Oberösterreichische Band.

Inspiration dürfte laut dem Zitat „My name is Ozymandias, king of kings: look on my works, ye mighty, and despair!` Nothing beside remains.“, erste Variante sein. Die Einflüsse auf der musikalischen Seite aber sind offensichtlich mannigfaltig. Schon bei ihrem fulminanten und intensiven Auftritt in der Stadtwerkstatt Linz blieb mir das Trio bestens in Erinnerung. Stilistisch ist das Trio bestehend aus Christoph, Flo und Armin nur schwer einzuordnen, doch vor allem der prägnante (Kirchen)Orgel-Sound sowie die raue und sludge´ige Stimme von Christoph prägen den Sound vom Debüt namens „Cake!“.

So kann man vielleicht von einem abgefahrenen Mix aus Doom Rock der 70er, Stoner Rock und auch etwas Pop und weitere Genres sprechen, spätestens beim wütend startenden „Jelly Beans“, das nach einigen Drumattacken mit eingängigem Refrain coole Kontraste mit sich bringt. Etwas epischer erscheint dann das mit langgezogenen Vocals ausgestattete „It Is What It Is“, bei dem natürlich wieder die Orgel dominiert. Dennoch gibt es auch sehr effektives Riffing zu bestaunen. Richtig doomig und dezent episch wirds in „Mason Jar“ und Christoph versucht sich gegen Ende auch erfolgreich mit ruhigem Gesang zu etwas an Country erinnernder Atmosphäre. Dazu gibt es in den Tracks immer wieder abgefahrene Beats, treibende Riffs, emotionale und doch fast immer aggressive Vocals und immer wieder diese verdammt geile Jon Lord Gedenk-Hammond-Orgel, die den Sound, der natürlich mit wunderbarem Retro-Charme versehen ist, von OZYMANIDAS so einzigartig macht.

OZYMANDIAS sind eine kleine Perle in der Musiklandschaft. Emotion, Aggression, aber doch eine gute Portion Gefühl zeichnen „Cake!“ mühelos aus und zeigen, dass das Trio das Zeug zu noch viel größeren Taten hat. Mutige Fans des Prog-Doom-Sludge-Stoner-Wasweißichnochalles mit einem Hang zur Theatralik, mutigen Ideen und großer Abwechslung müssen hier zugreifen. Ganz große Kirche... äh Kino!

de-de.facebook.com/ozymandiasrocks


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Doom I: The Daisies
2. All Pigs Must Die
3. Blasphemia
4. Jelly Beans
5. It Is What It Is
6. Mason Jar
7. Hangman
8. Booby Trap
9. Doom II: The Lillies
Gesamtspielzeit: 37:20

maxomer
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Beitrag vom 09.10.2018
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