HOUND - Settle Your Scores
Label: Metalville
Und noch eine Retro Classic Hard Rock Band aus Deutschland. Schon in den ersten, mit coolen Riffs und nicht minder lässigen Keyboards geschwängerten Minuten, kommt einem ein bewusst angestaubter, aber sympathischer LED ZEPPELIN Sound entgegen geflogen.

Klar, somit sind logischerweise die 70er ein großes Thema für HOUND und dessen Erstling „Settle Your Scores“, das auf eine erste EP namens „Awful Fellow“, die letztes Jahr veröffentlicht wurde, folgt. LED ZEP kommt vor allem durch die hohe Stimme von Wanja Neite in den Sinn. Musikalisch ist man nicht ganz so gezwungen Retro unterwegs, denn so manch Riff tönt moderner und der Sound ist auf jeden Fall zeitgemäß genug um nicht mit einem 40 Jahre alten Schinken verwechselt zu werden. Aber was auf jeden Fall retro ist, sind die Orgel-Soli, die man bei DEEP PURPLE und auch URIAH HEEP so oft finden konnte. Meist wird flott gerockt, aber mit „Cursed Place“ oder „Flesh & Bone“ gibt es auch ein paar tiefgründigere (hier wieder LED ZEP) Longtracks, die für Abwechslung und Spannung sorgen.

Das macht alles Spaß, ist authentisch, handwerklich mehr als solide und klingt auch irgendwie frisch genug um nicht komplett in der Masse unterzugehen, wirklich „neu“ oder überraschend ist auf „Settle Your Scores“ aber überhaupt nichts, weshalb man halt selber entschieden muss, ob man nicht schon genug von dem ganzen Retro-Zeug hat. Verkehrt macht man als Fan dank tanzbaren Songs, viel Energie, die sich in Riffs, Rhythmik und Soli niederschlägt, und der wirklich coolen Stimme, die ich hier bewusst nochmals hervorheben möchte, aber definitiv nichts.

Kurzum: Ein abwechslungsreiches und überraschend frisches Stück Retro-Rock irgendwo zwischen LED ZEPPELIN, DEEP PURPLE und URIAH HEEP, mit ganz eigenem Charme.

www.facebook.com/hound.hardrock


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Not So Long Ago
2. Jim Vance
3. The Perilous Realm
4. Cursed Place
5. Thoughts & Prayers
6. Not At All
7. The Poacher
8. The Secret Commonwealth
9. Grit
10. Flesh & Bone
11. Settle Your Scores
12. Awful Fellow
Gesamtspielzeit: 61:20

maxomer
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Beitrag vom 08.09.2018
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