TERROR   DEATH BEFORE DISHONOR   LION’S LAW   JESUS PIECE  
12.11.2019 @ Arena

Wie sooft bei Genres die vorallem von der Livepräsenz der Bands leben, heißt es auch bei TERROR, alle Jahre wieder, und trotz der regelmäßigen Auftritte in Österreich, wird das Datum nach Ankündigung, gleich mal rot im Kalender vermerkt. Den die Band rund um Scott Vogel ist live eine Bank und jedes TERROR-Konzert gleicht einer Katharsis.

Noch dazu haben die Kalifornier eine Auswahl an Bands eingeladen, sie auf der Europatour zu begleiten. DEATH BEFORE DISHONOR wurden ja quasi nachnominiert, die die CROMAGS von John Joseph, aufgrund eines Unfalls alle weiteren Termine absagen mussten, aber in meinen Augen ist das eher ein Upgrade für das Line-Up. LION’S LAW entlockten wohl nicht nur mir ein überraschtes wie entzücktes „Oi!“ Denn auf den ersten Blick scheinen die französischen Oi!/Streetpunker da gar nicht reinzupassen, vor allem weil das Paket ja von einer der brutalsten Metalcore-Bands, die gerade wieder ihr Unwesen treiben, nämlich JESUS PIECE, abgerundet werden. Kurzum ein interessanter wie heftiger Abend in der Arena war vorprogrammiert.

Für den österreichischen Support ILL BLOOD war ich dann leider doch nicht rechtzeitig in der Arena, hoffe aber dies bei anderer Gelegenheit nachholen zu können. So lieferten die grandiosen JESUS PIECE, die im Juni dieses Jahres schon im Venster gewütet haben, einen heftigen Start in den Abend. Der überaus brutale Metalcore aus Philadelphia traf zwar nicht gänzlich den Geschmack der Anwesenden, davon zeigte sich das Quintett wenig beeindruckend und überzeugte mit einem deftigen wie knackigen gut 20 Minuten Set.

Kurz darauf enterten die Franzosen von LION’S LAW die Bühne und statt wuchtigen Hardcore gab es dann eine feine Packung ruppigen Streetpunk, sehr zur Freude zahlreicher Punks und Skinheads, war es doch der erste Wien-Besuch der Band seit Längerem. So gab es nicht nur Material von der gerade erschienenen EP „Cut The Rope“ wie das rotzige „Get It All“ sondern auch Klassiker wie „Way Of Life“ oder „For My Clan“. Kann man nur hoffen, dass LION’S LAW nicht mehr so viel Zeit verstreichen lassen bis zum nächsten Gig in Wien.

Mit DEATH BEFORE DISHONOR war dann Oldschool Hardcore angesagt, von der Band aus Boston, die gerade nach gut zehn Jahren Pause ein neues Album namens „Unfinished Business“ eingespielt haben. Eröffnet wird das Set mit dem ersten Klassiker „Born From Misery“ gleich gefolgt von „True Defeat“ vom neuen Album, welcher aber in dem nostalgischen Set, die einzig neue Song bleiben sollte. Ansonsten prügelte sich die Band rund um Brüllwürfel Bryan Harris und Frankie Puopolo, durch ihre pathetische und testosterongeschwängerte Setlist, die ausreichenden „Wohoho“ Singalongs wie in „Our Glory Days“ oder „6.6.6.“ zum Mitgröhlen einlud und in das unweigerliche „Boston Belongs To Me“ gipfeln sollte.

Setlist DEATH BEFORE DISHONOR:

Born From Misery
True Defeat
Count Me In
Curl Up And Die
Never Again
Cowards Will Fall
Break Through It All
Peace And Quiet
Our Glory Days
6.6.6. (Friends Family Forever)
Boston Belongs To Me

Der Energiepegel der Halle schien nochmals in die Höhe zu peitschen als Scott Vogel endlich die Bühne betrat und TERROR mit „Mental Demolition“ vom aktuellen Album „Total Retaliation“ die Kartharsissession eröffnete. Angestachelt von den andauernden Motivationsrufen des Fronters war das Getümmel vor der Bühne dann alsbald groß und intensiv. Und inzwischen setzt sich das Liveset ja aus diversen Klassikern zusammen „One With The Underdogs“, „Always The Hard Way“, „Live By The Code“ usw., bei denen jeder Riff, jeder Breakdown und jedes Wort gebührend abgefeiert wurde und auch der zweite neue Song „The World Never Wanted Me“ fügte sich nahtlos in die Setlist ein. Nach gut 45 Minuten beendeten die fünf Herren ihr Set mit der Bandhymne „Keepers Of The Faith“.

Setlist TERROR:

Mental Demolition
Overcome
Stick Tight
This World Never Wanted Me
One With The Underdogs
Return To Strength
Spit My Rage
Always The Hard Way
Live By The Code
The 25th Hour
No Time For Fools
You’re Caught
Keep Your Mouth Shut
Keepers Of The Faith

Sich den Schweiß von der Stirn wischend und mit am Körper klebenden T-Shirts wurde man dann von TERROR und die noch junge Nacht entlassen. Ein feiner Abend in der Arena.


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tsunemoto
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Beitrag vom 27.11.2019
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