TERROR   MUNICIPAL WASTE   COMPANION  
08.08.2018 @ Arena

Mit dem positiven Flow vom H2O Konzert am Vorabend ging es erneut in die Arena, ob der weiter gestiegenen Außentemperaturen und der Ankündigungen, dass das Konzert von TERROR und MUNICIPAL WASTE restlos ausverkauft war, natürlich im sommerlichsten Outfit, welches aber wie sich herausstellen sollte immer noch viel zuviel Stoff war für eine kleine Halle, die sich spätestens beim Hauptact an diesem Abend als Sauna präsentierte.

Eröffnen durften den Abend COMPANION aus Wien mit Downbeat-Tough Guy Hardcore der eher unspannenden Sorte. Aber die Herrschaften schienen ihr Publikum anzusprechen, was man durchaus honorieren kann.

Ein paar Bier zur Abkühlung später standen dann auch schon die Trasher von MUNICIPAL WASTE auf der Bühne, deren letzter Österreichbesuch auch schon einige Jahre her ist. Die Band rund um Frontmann Tony Foresta, der ja mit IRON REAGAN auch recht umtriebig ist, kombiniert ihren pfeilschnellen Trash ja sehr sympathisch mit sehr viel Witz, Augenzwinkern und Selbstironie. Auch ist deren Sound noch viel tiefer im Punk verwurzelt als von manch anderen Trashkollegen.





Dass die Band schon so einige gute Alben im Paket hat wurde schnell bewusst, denn eigentlich brannte die Band ein gnadenloses Hitfeuerwerk ab. In ein Set gespickt mit Songs wie „Beer Pressure“ oder „I Want to Kill the President“ wurden geschickt Songs vom aktuellen Album “Slime & Punishment“ eingewoben, neben dem Titeltrack auch der Opener „Breath Grease“, „Poison The Preacher“ und „Bourbon Discipline“. Gerade rechtzeitig als sich ob dem sich doch sehr ähnelnden Songwriting eine gewisse Monotonie einstellen sollte, gipfelte das Konzert in das großartige „Headbanger Face Rip“ bevor zur abschließenden Partyhymne, Nomen est Omen, „The Art Of Partying“ nochmals gehörig abgefeiert wurde.






TERROR starten fast schon traditionell mit dem Kracher „One With The Underdogs“ und die Präsenz der Band rund um Scott Vogel war vom ersten Riff an unglaublich. Die Band aus Kalifornien veröffentlicht ja solide Platten, aber live ist die Band wie eine Dampfwalze. Trotz Temperaturen wohl um die 50 Grad oder höher, animierte Scott das Publikum zu immer mehr Bewegung: „Get Up! Everybody Move!“, „Dance!“ oder „Circle Pit“ und es sollte nicht lange dauern bis der erste Schweiß von der Decke tropfte und Songs wie „Stick Tight“, „Hard Lessons“ oder „Always The Hard Way“ wurden mehr als frenetisch gefeiert, und jeder Breakdown zelebriert, jede Zeile mitgebrüllt. Fingerpoints, Fäuste wurde gereckt, die Bühne wurde zur Startrampe für zahllose Stagediver. Unglaublich was für eine Energie die Band freisetzen zu vermag. Weiter ging es mit „Return To Strength“, „No Time For Fools“ und „Live By The Code” und spätestens ab diesem Zeitpunkt stand so gut wie keiner mehr still, der sich nicht die Show vom Hof der Arena angesehen hat. Nach knapp 40 Minuten gab es als krönenden Abschluss den Bandklassiker wie Hardcore-Hymne „Keepers Of The Faith“.

Nach dieser finalen Explosion verblieben die Anwesenden sichtlich glücklich und schweißgebadet. Was für eine Show, der ganze Stress, Ärger der sich über die Zeit angestaut hat - wie weggeblasen. TERROR live – das ist Katharsis pur.




tsunemoto
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Beitrag vom 21.08.2018
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