FULL METAL CRUISE VI: RAGE   GUS G.   ROSS THE BOSS   GREAT WHITE   ORDEN OGAN  
15.04.2018 @ Palma de Mallorca, Marseille, Valencia, Palma de Mallorca

Am 15. April stach die Mein "Schiff 2" aus der TUI Cruises Flotte mit 2500 Gästen und 22 Bands an Bord zur sechsten Full Metal Cruise in See. Der nachfolgende Bericht soll nicht so sehr auf die einzelnen Acts eingehen, sondern eher das widerspiegeln, was ich und meine Mitseefahrer auf unsere ersten Cruise erlebten! Und ich weiß ja gar nicht wo ich anfangen soll und wie ich alle Eindrücke (und deren gab es viele und ziemlich alle durch die Bank positiv) vermitteln soll, aber ich beginne am besten mal mit dem ersten Tag:


Am Sonntag checkten (oder heißt es hier heuerten) wir so gegen 14 Uhr auf der Mein "Schiff 2" an und nach dem Gesichtserkennungsfoto und Übergabe der Bordkarte sowie anbringen des Wristbandes, wurde das erste von zahlreichen Fotos an Bord von uns geschossen, danach gingen wir gleich zur ersten Bar auf Deck 6, da sich der erste Durst nach der Landung und der Taxifahrt in Palma de Mallorca bemerkbar machte. Nach der ersten Stärkung (auf dieser Cruise ist fast alles All Inclusive) gingen wir zum Pooldeck, wo noch die Poolstage und diverse andere Umbauarbeiten im Gange waren. Davon ließen sich die bereits an Bord befindlichen Cruisaders aber nicht abhalten schon mächtig gute Laune unters Volk zu bringen und dabei einige Liter Bier und Wein zu vernichten. Auch der 24 Stunden Grill an dem es an den folgenden Tagen zu jeder Zeit sechs verschiedene Burger, Chicken Wings, Bratwurst, Schnitzel und ähnliches gab, war schon voll im Einsatz. Abgesehen vom Speiseeiswagen (an denen sich die bei uns bekannte Eissalons an der Vielzahl der verschiedenen Sorten mal orientieren sollten – es gibt noch mehr als Schoko, Vanille oder Schlumpfeis) gab es immer eine riesige Anzahl von vorgefertigten Sandwiches oder abwechselnd Currywurst, Geschnetzeltes, Kümmel- oder Schweinebraten. Da wir erst ab 15 Uhr unsere Kabinen beziehen konnten, da diese noch von der letzten Kreuzfahrt grundgereinigt und für uns neu gemacht wurden, suchten wir uns mal eine Sitzgelegenheit rund um den Pool, aßen einen Burger und holten uns die nächsten Biere und Spritzer-Weiß und warteten auf das Kommende. Das gab es dann schon in Form eines Rundganges der Köche und Angestellten der an Bord befindlichen Patisserie, die mit einem Gruß aus der Backstube in Form einer Torte mit Full Metal Cruise Logo und Totenköpfe aus Marzipan und diversen anderen Süßigkeiten, die bereits anwesenden Kreuzfahrer willkommen hießen. Nach der Durchsage, dass ab sofort die Kabinen zu beziehen wären, machte wir uns mal auf die Suche nach Deck 9, wo sich unsere Kabine befand. Das Schiff hat zwar 13 Decks und ist immens lang, aber auch gut beschriftet und so fanden ich und meine Frau unsere Kabine ziemlich schnell. Unser zuvor abgegebenes Gepäck wartet schon vor der Kabinentür auf uns.






In der Kabine standen außerdem schon zwei Full Metal Cruise Seesäcke für uns bereit, die angefangen von Programm über Laynards, FMC Aufnäher, Kugelschreiber, Präservativ, Ohrstöpsel, Kette mit FMC VI Plektrum und einen Satz Halspastillen (über die ich mich zuerst wunderte, am zweiten Tag dann doch gefreut habe). Kurz frisch gemacht ging es zurück zum Pool, wo bereits zusätzlich zu den fixen, die seitlichen Getränkebars eröffnet wurden. Wir warteten auf das Auslaufen und die zuvor für alle Gäste zwingend stattfindende Sicherheitsschulung. Ab 18 Uhr gab es wie jeden Tag dann auch die harten Getränke und Cocktails zum fairen Preis von All Inclusive und wir und die anderen ließen sich nicht zweimal bitten. Man muss es sich jetzt mal vor Auge halten, das Schiff legte erst um 22 Uhr ab, bis dahin durften aber auch laut Hafen noch keine Musik gespielt werden, trotzdem war die Stimmung schon dermaßen prächtig, dass ich feststellen musste, wie geil das Ganze bereits war, obwohl es ja gar noch nicht wirklich angefangen hatte. Man schloss schon die ersten neuen Bekanntschaften vor und hinter der Bar, die ersten Fotos mit MUNDSTUIHL waren auch bereits im Kasten und UDO DIRKSCHNEIDER wandelte auch schon zum zweiten Mal am Pool vorbei. Um 21:15 fand dann die Sicherheitsschulung statt, die eigentlich mitgefilmt hätte werden sollen. Ich habe selten so gelacht, obwohl man prinzipiell hätte aufpassen sollen, damit man im Ernstfall sein zugeordnetes Rettungsboot auch wirklich findet. Am Ende wusste nicht mal mehr die Crew was jetzt Steuerbord und Backbord bedeutet und was jetzt davon wirklich links oder rechts ist! Um 10 ging dann die Cruise los und beim Auslaufen wurde sogleich in voller Lautstärke „Hard On The Wind“, die offizielle Hymne der Kreuzfahrt, aus allen vorhandenen Boxen gespielt!

Jetzt begann erst das eigentliche offizielle Programm und gleich mit MAMBO KURT. Ich hab mich mit diesem, was soll ich sagen... Künstler, nein das ist dann doch etwas zu übertrieben, eigentlich noch nie richtig beschäftigt. Hätte ich aber tun sollen, dann hätte ich ihn schon vor dem ersten Ton über die Reling geworfen. Der aus Wacken nicht mehr wegzudenkende KURT intonierte auf seiner Bontempi-Orgel dermaßen schlecht und sang dazu noch so schief, dass einem der Alk in den Adern gefror. Wen so etwas HELEGE SCHNEIDER macht, dann liege ich am Boden und kann nicht mehr, beim MB ist es leider nur peinlich. Auch dachte ich bei mir, dass er diverse Klassiker aus dem Bereich Hard & Heavy von sich geben würde. Bis auf „Jump“ von VAN HALEN habe ich da aber nichts erkannt, da war mehr von ABBA und SCOOTER dabei. Zum Glück war der Spuk schnell vorüber (leider wusste ich in diesem Moment noch nicht, das der Kurt jeden Tag sich ein Stelldichein liefern würde) und DIRKSCHNEIDER eröffnete jetzt wirklich den Konzertreigen am Schiff. Sofort ertönte das Intro von „Metal Heart“ und in den nächsten 80 Minuten wurde ein ACCEPT Set der Extraklasse abgefeuert, das alle Klassiker seiner Ex-Band beinhaltete. Da sich während der Show im Theater auf Deck 6 ROSS THE BOSS warmspielten, entschieden wir uns, da er ja eh am zweiten Tag am Pool noch mal zu sehen war, zu BRIAN DOWNEY’s ALIVE & DANGEROUS zu gehen. Wie das Leben so spielt, landeten wir doch im Theater wo ROSS THE BOSS gerade „Into Glory Ride„ anstimmten. Es gab kein Halten mehr. Unbekannte Personen fielen sich vor lauter Freude in die Arme und bei „Hail And Kill“ machte ich einen unfreiwilligen Salto rückwärts, da ich nicht bedachte, dass die Stühle dort dermaßen gepolstert und auch zeimlich nachgiebig sind. Glücklich aber durstig kamen wir nach dem Ende wieder retour zum Pool wo gerade ANVIL spielten. Ich wollte eigentlich noch auf die folgenden ORDEN OGAN warten, brach aber die Nacht wegen leichter Konzentrationsstörungen ab und ging (wenn ich mich recht erinnere über den 24h Grill) in meine Kabine……






Tag2:
Nachdem ich um ca. 7 Uhr früh erwachte, mich nicht auskannte und nach einer Nachbearbeitung des letzten Abends (aber auf dem richtigen Wege) mich für ein weiteres Viertelstündchen in der komfortablen Koje meiner Kajüte entschied, war ich um halb 10 dann wieder fit und schaute mir am TV auf der Poolkamera an, was gerade wettertechnisch angesagt ist und ging zum Frühstücksbuffet, was zur vorgerückten Stunde eigentlich schon das Mittagsbuffet war. Man kann es sich nicht vorstellen, wenn man nicht davorgestanden hat. Zwei lange Gänge mit allerlei Herrlichkeiten, die der Mundschenk vorbereitet hatte. Verbunden durch einen Gang wo an einer Ecke schon der Schweinsbraten, Stelze oder der Catch of the Day angepriesen wurde. Zwischendurch sämtliche Variationen von Semmeln, Weckerln und Brot. Nach der Stärkung gings raus zum Pool wo mich schon wieder der MAMBO KURT erwartete. Wieder der gleiche Scheiß wie am Vortag. Echt nervenzerfetzend und der Gang zur Bar um sich den ersten Spritzer zu gönnen folgt automatisch und wie in Trance! Man kann sich anscheinend wirklich alles erträglich saufen! Die Stimme war schon leicht lädiert und auch die Sängerin von THUNDERMOTHER musste die Nacht davor zu viel „gesungen“ haben, denn aufgrund ihres Stimmverlustes wurde der zweite Auftritt der Band gecancelt. Der Nachmittag verstrich mit MUNDSTUHL (echt lustig) und HÄMATOM (echt schlecht) und einem Meet & Greet mit ANVIL, bevor wir von BRIAN DOWNEY’s ALIVE AND DANGEROUS mit der wunderbaren Musik von THIN LIZZY verwöhnt wurden. Sänger und Bassist Matt Wilson hat nicht nur die Frisur von Phil Lynott, sondern auch die Stimme. Ein ausgezeichnetes Konzerterlebnis, bei dem eigentlich nur die Frage übrig bleib „Haben THIN LIZZY eigentlich einen einzigen schlechten Song geschrieben?“ Nach einer Stärkung in fester und flüssiger Form, gab es dann noch die letzten Nummern von ORDEN OGAN am Pool. Ab 20 Uhr standen ein fast ausschließliches MANOWAR-SET von ROSS THE BOSS (live hat mich Sänger Marco Lopez mehr überzeugt als auf der neuen CD), einer guten ANVIL Show und einer weiteren ACCEPT Show mit ein paar Änderungen (wie z.B. „Aiming High“) von DIRKSCHNEIDER auf dem Programm, bevor ich natürlich mit dem Umweg zum 24h Stunden Grill um ca. 3 Uhr früh in die Kabine fiel. Man musste ja frisch sein, da am nächsten Tag ja der erste Landausflug anstand. Ach ja, in dieser Nacht herrschte größerer Seegang und das merkte man dann schon etwas. Auch die Bands kamen 1-2 Mal auf der Bühne ins Wackeln. War aber sonst nicht so tragisch und am nächsten Tag konnte man rätseln ob das Schaukeln an den Promillen lag oder doch an den Wellen.


3 Tag: Marseille
Frisch gestärkt nach einem überdimensionalen Frühstück und nach der letzten Nacht ohne Stimme (jetzt wusste ich warum Halspastillen im Seesack waren) ging es um 10 Uhr mit bereits bereitstehenden Bussen nach Marseille. Und Marseille entpuppte sich nach kurzer Zeit wirklich so wie man sich eine Hafenstadt vorstellt. Im Vordergrund den Schein wahrend mit zig angelegten Booten und Yachten, im Hintergrund aber eher schäbig und heruntergekommen. Und man mag es nicht für möglich halten, aber nach zwei Tagen hat man sich bereits an das All Inclusive gewöhnt, dass man richtig zusammenzuckt, wenn von einem Geld verlangt wird! Nach einem kurzen Rundgang, einer überteuerten Cola beim McDonalds im Hafen um dort die Toilette benützen zu dürfen und einigen Souvenirs (Marseille ist ja berühmt für seine Seifen), zog es uns ganz schnell wieder zurück aufs Schiff. Der Nachmittag wurde dann feucht fröhlich über die Bühne gebracht, da natürlich das Programm erst dann wieder anfängt wenn alle Leute an Bord sind und das Schiff wieder ausläuft. GREAT WHITE waren zugestiegen und eröffneten den Abend mit einem Mix aus neuen und alten Nummern. Kam gut rüber, aber soweit ich mich erinnere, war der Nachmittag ziemlich hart und nach kurzer Zeit fand ich mich an der Seite auf einem Sessel und war schon wieder kurz leicht unkonzentriert. Die Sichtung der DVD, die vom Wacken Filmteam ständig mitgedreht wurde und am Ende dann auch gleich am Schiff erhältlich war, zeigt ein anderes Bild. Ich sitze nicht schlafend auf der Seite, sondern bin erste Reihe, mitten im Geschehen und helfe GREAT WHITE beim Singen! Zum Glück gab es immer wieder begleitendes Filmmaterial, da man sich ja meistens nicht an alles erinnern kann ;-). Nach dem Abendessen im asiatischen WOK Grill ging es dann zu GUS G., der mir aber an diesem Abend nicht besonders in den Kram passte. Da dann doch lieber zu NIGHTMARE, die mit ihrer neuen (na ja nicht ganz so neuen) Sängerin Maggy Luyten voll auftrumpften. Sie spielen zwar nur die Lieder der letzten CD, aber die trafen alle mitten ins Schwarze und der kleine Krawallstoppel machte auf der Bühne Wirbel und Stimmung, dass es eine Freude war. Irgendwann war dann die Nacht aber doch zu Ende und mit dem gewohnten Umweg über den 24 Stunden Grill ging es ab in die Kabine. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich jedes mitgebrachte Essen entweder vor oder nach der Kabinentüre auf den Boden leerte? Lag sicher am Seegang!





Tag 4:
Der letzte ganze Seetag begann, wie soll es auch anders sein, mit dem MAMBO KURT und dem Gang zur Bar, damit man das Ganze etwas erträglicher macht. Dann kamen die VAGEBUNDOS DE LUJO, die mit ihren Akustikgitarren etliche Metal-Songs und auch anderes wirklich beindruckend an den Mann brachten. Aber ohne Gesang wirds halt dann nach kurzer Zeit langweilig und das Meet & Greet mit NIGHTMARE stand an. Danach gab es in der Schaubar einen Workshop mit GUS G., in dem man ihn, nachdem er einige FIREWIND Songs in Begleitung seines Ipods spielte, nach seinem Equipment, Vorbildern oder seinen Techniken fragen konnte. War eine unterhaltsame Stunde, bei der man sich wieder etwas ausruhen konnte, bevor es wiederum am Pool weiterging mit CRISIX und DAGOBA. Zwei junge Bands die zwar für unheimlich Stimmung sorgten, aber so gar nicht meins sind. Da dann schon eher zum zweiten Mal NIGHTMARE, dieses Mal im Theater, um wieder in den Genuss zu kommen, Maggie mit ihren Jungs auf der Bühne zu erleben. Um 8 gings wieder zurück an den Pool, wo SALTATIO MORTIS ihren ersten Auftritt absolvieren. Machten auch Stimmung, mir gingen sie aber nach kürzester Zeit mit ihren Dudelsäcken gehörig auf den eigenen Sack. Da waren mir dann doch um 23 Uhr RAGE lieber, die zwar „Don’t Fear The Winter" nicht spielten, dafür aber sonst ein solides Konzert ablieferten. Nach Mitternacht und unzähligen Getränken, ging es noch mal zum All Star Jam. Dieser fiel ja Dienstag nicht so berauschend aus, wo die Bassistin von THUNDERMOTHER mit den Jungs von ALIVE & DANGEROUS JIMI HENDRIX‘s „Purple Haze“ spielte, aber den Text von „Foxy Lady“ sang. Als Zugabe gab es dann noch eine grottenschlechte Version von „Run To The Hills“. Man muss natürlich dazusagen, dass auch für die Künstler alles All Inclusive war und darum sind solche Fauxpas auch zu verzeihen und heben dann doch eigentlich die Stimmung. Doch dieser All Star Jam hielt noch einige Überraschungen bereit. So sang NIGHTMARE Sängerin Maggie noch beindruckend „The Trooper“ und dann stand auch noch GUS G. auf der Bühne (die in der Schaubar ungefähr so hoch wie eine Europalette war, also alles hautnah) und spielte mit dem Sänger von SALTATIO MORTIS „Crazy Train“ von seinem früheren Brötchengeber OZZY OSBOURNE. Nach dem Metal Karaoke ging es dann (natürlich mit einem Einkehrschwung beim 24h Grill und dem obligatorischen Ausschütten der Teller vor der Türe) in die Kabine, da ja am nächsten und letzten Tag der Landgang nach Valencia anstand.






Tag 5: VALENCIA
Um 10 Uhr ging es dann mit den Bussen in die Innenstadt von Valencia. Und ich sah schon nach den ersten Metern, dass es hier um einiges schöner und entspannter zugeht als in Marseille. Auf dem Weg ins Hardrock Cafe (das man in Marseille schon vor einiger Zeit zugesperrt hatte und ich kann mir denken warum) ging es durch den inneren Altstadtkern und man sah warum Valencia auch die Stadt der Künste genannt wird. Es gibt hier nicht nur zig Museen, sondern auch auf ca. 500 Meter mehr Straßenkünstler als bei den letzten zehn Pflasterspektakel in Linz zusammen. Und alle sind so perfekt, dass man sich fragt, was die noch auf der Straße verloren haben. Aber bei den vielen Touristen wird der Stundenlohn wohl auch dementsprechend gut ausfallen. Valencia ist mit Sicherheit ein paar Stunden jedermanns Zeit wert, aber nach so ca. 4 Stunden, ging einem dann doch der Service und Luxus vom Schiff wieder gehörig ab und es war ja auch der letzte Abend an Bord. Da mussten ja noch die DVD und die Fotos bestellt werden (die man sich am Freitagmorgen ab 4 Uhr abholen konnte), der Koffer gehörte gepackt, man wollte auch noch die letzten Konzerte miterleben und den einen oder anderen Drink mit neugemachten Bekanntschaften zu sich nehmen. Um 18 Uhr spielte, oh Wunder, nicht der Kurtl (hat man wohl zwischenzeitlich Kiel geholt) sondern JESPER BINZER. Der Sänger und Gitarrist der Band D.A.D. spielte Nummern seiner neuesten Solo CD und auch noch einige neue unveröffentlichte Songs am Pooldeck. Leider keine Songs von D.A.D. Auf den einen oder anderen hätte ich schon gehofft, aber es war trotzdem ein schön entspannter Gig von Herrn Binzer. Den für mich abschließenden Auftritt absolvierte dann noch GUS G. auf dem Pooldeck und dieses Mal gefiel er mir besser als bei seinem ersten Auftritt. Nach ein paar abschließenden Getränken und noch ein paar Feinheiten vom Grill (diese Mal fiel mir nichts runter, war dann wohl doch der Seegang oder auch der Promillepegel) gings schon kurz nach 23 Uhr in die Heia, weil leider die FMC VI mit dem Auschecken am Freitag gegen 8 Uhr Früh eine Ende nahm.





Abschließend kann man sagen, dass man es eigentlich nicht in Worte fassen kann welchem Luxus man hier in den fünf Tagen ausgesetzt ist. Auch die Stimmung, die schon von der ersten Minute an Bord herrschte, ist schwer zu beschreiben. Die ganze Cruise hatte etwas Familiäres. Obwohl 2500 Cruisaders (ohne Bands und Crew gerechnet) unterwegs sind, fühlte man sich bei einem Konzert nie, noch musste man sich irgendwo länger für Getränke oder Essen anstellen. Jeder hatte fünf Tage ein Lachen im Gesicht, auch die Bands, die ja auch immer an Bord sind und neben einem am Tisch beim Essen saßen oder an der Bar herumhingen, strahlten vor lauter Freude, dass sie hier dabei sein durften. Die Crew, die sich fast jedes Mal ausschließlich freiwillig für diese Cruise anheuern lässt, hatte auch den ganzen Tag Spaß an der Arbeit. Es wurde einem auch keine Minute langweilig, da ständig neben den Auftritten immer für Unterhaltung gesorgt wurde. Vom Metal Yoga, Metal Spinning, Workshops, über Karaoke, Bingo, Metal Disco, Shuffleboard oder Lesungen (auf dieser Cruise von Ralf Richter) bis hin zu Dokus und Konzerten im Bordkino wurde ständig etwas für die Unterhaltung getan. Man konnte auch das Schiff nicht wirklich erkunden in dieser kurzen Zeit. Bei 13 Decks mit 262,5 Meter Länge und einer Breite von 32,2 Meter blieb vieles unentdeckt oder konnte aus Zeitgründen nicht wahrgenommen werden. Aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass es zwar meine erste aber sicherlich nicht die letzte Cruise war. Diesen Luxus hab ich mir, glaub ich für die Zukunft, in den letzten 30 Jahren mit den Widrigkeiten auf diversen Festivals, redlich verdient. Das gönn ich mir noch öfters!
www.full-metal-cruise.com/de

MadMax
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Beitrag vom 30.05.2018
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