BRYAN ADAMS  
18.11.2017 @ Stadthalle

Der wohl bekannteste Kanadier der Welt BRYAN ADAMS verirrte sich in die Grazer Stadthalle um mit seiner Band und seinen Fans einen unvergesslichen Abend zu zelebrieren. Es ist schon ein paar Jährchen her, dass sich der Schnulzenspezialist in unsere Gefilde verirrte, dementsprechend stark der Andrang an diesem frischen Abend vor der Halle. Knapp 8000 Zuseher - leichtes Plus bei der Damenwelt - versuchte rechtzeitig durch die Eingangstore zu gelangen. Die endlosen Schlangen lichteten sich aber erstaunlich schnell und so wartete man voller Vorfreude auf den Endfünfziger.

Mit 30 Minuten Verspätung dann die ersten Töne aus der Gitarre des Meisters zu „Do What Ya Gotta Do“. Bryan und seine vier Mitstreiter betraten einheitlich top gekleidet in schwarzen Jacketts unter frenetischen Jubel die Bühne und lieferten ein Konzert der Sonderklasse ab. Von der ersten, bis zur letzten Minute merkte man den Jungs die Freude und die Harmonie mit dem Publikum an. Da wird gescherzt, ein paar Brocken auf Deutsch gesprochen oder mit den Besuchern in den ersten Reihen geschäkert. Keine Sekunde Langeweile, denn was Bryan an Hits im Gepäck hat, wird einem erst klar, wenn man live dabei ist und jeden Song mitsingen kann. Sei es bei dem rockigen „Run To You”, “It´s Only Love” oder “This Time” aus den frühen Jahren, man merkt, dass die Radiostationen den Kanadier genauso gern haben wie seine Fans.





An der Seite von Bryan sein genialer Gitarrist Keith Scott, der immer wieder Zeit in der vordersten Reihe bekam um seine grandiosen Solis ins Volk zu feuern. Spielfreudig verfeinerte Keith die Songs auf seine Art und sorgte für die rockigen Momente an diesem Abend bei richtig gutem Sound. Es folgte überraschenderweise recht früh mit “Summer Of ´69” einer der größten Hits von BRYAN ADAMS. Sowas kann sich wohl nicht jeder leisten, doch der Sänger hatte ja noch einige Asse im Ärmel. Besonders die Akustik-Songs, wenn sich die restliche Truppe kurz hinter die Bühne verabschiedete, genossen die Fans. So stand Bryan ganz alleine mit seinem Instrument, im Hintergrund die stimmigen Bilder auf der überdimensionalen Videoleinwand und sang “Here I Am” im Handy–Lichtermeer, “When You´re Gone” oder das wunderschöne “Straight From The Heart” gemeinsam mit dem Publikum. Gänsehautmomente ohne Ende. Zwischendurch wurde bei “It´s Only Love" kurz TINA TURNER angekündigt, die dann unter allgemeinem Gelächter der Band dann doch nicht kam. Wäre auch irgendwie zuviel des Guten gewesen.

Die aktuelle Tour heist nicht umsonst “"Get Up"-Tour, sondern wurde nach dem mitlerweile 13. Album benannt, dass bei uns Platz vier in den Album Charts erreichte. Und so durften auch fünf Songs von der neuen Scheibe nicht fehlen. Der Opener “Do What Ya Gotta Do”, “Go Down Rockin´” oder “You Belong To Me” fügten sich nahtlos in das Set ein und dürften, wenn man auf die Lautstärke der Fans achtete, auch schon textlich intus sein.

Setlist BRYAN ADAMS:

Do What Ya Gotta Do
Can´t Stop This Thing We Started
Run To You
Go Down Rockin´
Heaven
This Time
It´s Only Love
Please Stay
Cloud #9
You Belong To Me
Summer Of ´69
Here I Am
When You´re Gone
(Everything I Do) I Do It For You
Back To You
Somebody
Have You Ever Really Loved a Woman?
The Only Thing That Looks Good On Me Is You
Cuts Like A Knife
18 Til I Die
I´m Ready
Brand New Day
-
Ultimate Love
I Fought The Law (THE CRICKETS)
Straight From The Heart
Heat Of The Night
All For Love


Knappe zwei Stunden wurden Klassiker und Hits ohne Pause abgefeuert. “Somebody” hing mir auch noch Stunden nach Ende des Konzertes im Ohr, bei “Have You Ever Really Loved a Woman?” durfte man schmachten und Johnny Depp auf der Leinwand begutachten, während man sich bei “I´m Ready” an den Partner kuschelte. Romantischer geht es wohl nicht mehr. Oder doch? Stimmt - bei der Zugabe durfte der Liebessong schlechthin, nämlich “All For Love” aus dem Film “Die drei Musketiere“ von 1993 nicht fehlen.

So verflog die Zeit blitzschnell und hinterließ jede Menge glücklicher Menschen, die wohl gern noch etwas länger durchgehalten hätten. BRYAN ADAMS mit seinen mittlerweile 58 Lenzen gehört noch lange nicht zum alten Eisen und verirrt sich hoffentlich bald wieder in unsere Gefilde.
www.bryanadams.com

AndyVanHalen
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Beitrag vom 25.11.2017
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