PILLORIAN   HARAKIRI FOR THE SKY   FÄULNIS   VALBORG  
17.04.2017 @ Explosiv

Viele waren völlig geknickt, als die Amerikanischen Atmospheric Black Metaller AGALLOCH ihre Auflösung bekanntgaben. Als sich John Haughm vor einem Jahr solo versuchte, war das nicht besonders von Erfolg gekrönt, aber dann scharte er Musiker wie Stephen Parker (MAESTUS/Ex-ARKHUM) oder Trevor Matthews (UADA/ex-INFERNUS) um sich, um nun unter dem Bandnamen PILLORIAN neu durchzustarten.
Mit neuem Album im Gepäck startet die Truppe nun eine Tour durch Europa und machte dabei auch in Graz im Explosiv Station.

Auf dem Großteil dieser Tour wurden die Amerikaner von der deutschen Black / Doom Metal Band VALBORG begleitet, die mit „Endstrand“ auch ein aktuelles Album mit am Start hatten.

Als das Trio begann, und Sänger Jan Buckard zu eingespielter Orgelmusik seine Stimme erklingen ließ, war es in der Halle noch verdammt leer. Aber nach und nach füllte sich das Explosiv, um den extrem ruhigen Klängen mit wenig kratzigem Gesang vom Gitarristen und Bassisten zu lauschen. Die sehr ernsten und tiefsinnigen Texte erzeugten eine sehr dunkle Stimmung, aber die rhythmischen, melodischen Klänge nahmen dannoch wieder viel von der Schärfe heraus. Viele lauschten gebannt, sparten jedoch mit Beifall, was dem Bassisten Jan das Wort „langweilig“ entschlüpfen ließ. Aber Opener haben meist mit weniger Publikum auszukommen und müssen daher erst recht mit einem überzeugenden Auftritt punkten. Außerdem sollte man sich dann über die freuen, die bei der Show mitgehen, und nicht mit jenen hadern, die kaum reagieren.





Setlist VALBORG:

Vampyr
Ich Bin Total
Werwolf
Plasmabrand
Stossfront
Astral Kingdom
Sakrale Vernichtung

Auch die nächste Band des Abends kam aus Deutschland, und FÄULNIS freuten sich über deutlich mehr Publikum, was aber auch daran lag, dass die Hamburger Black Metal / Punk Doom Band bereits öfter den Weg in unser Land fand, und wie Sänger Seuche betonte, war das österreichische Publikum immer genial. Auch an diesem Abend war die Stimmung von Anfang an gewaltig und Seuche fetzte dauernd über die Bühne und peitschte die Leute ein. Zur flotten, meist sehr hämmernden Spielweise mit wenigen melodischen Einlagen ließ der Fronter gleich einmal das Sakko fallen, und präsentierte sich danach in Unterhemd mit Hosenträgern, sodass man als Österreicher unweigerlich an den „Mundl“ erinnert wurde. Der Gig geriet im weiteren Verlauf immer mehr in Richtung Party, aber das war vermutlich auch beabsichtigt, und auch wenn FÄULNIS ein totaler Kontrast zur Hauptband war, so machte es doch fast allen Spaß.





Setlist FÄULNIS:

Metropolis
Weil Wegen Verachtung
30er Juli
Thanatos
Block 19, Mahlstrom
Distanzmensch, Verdammter!
Galgen, Kein Humor
Weiße Wände


Zur nächsten Band HARAKIRI FOR THE SKY muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Die Post Black Metal Band aus Wien ist DER Durchstarter in der österreichischen Metalszene, und schaffte es mittlerweile, weit über die heimischen Grenzen hinaus, viele Fans zu gewinnen. Und so war es nicht verwunderlich, dass der Saal von Beginn an sehr gut gefüllt war, als bei einem Gewitterstimmungs-Intro nach und nach die Musiker auf die Bühne kamen. Mit einem tollen Mix aus melodischen und druckvollen Sounds, die von harten Vocals ergänzt wurden, konnten HARAKIRI FOR THE SKY die Leute in ihren Bann ziehen. Von Anfang an gab es viele Headbanger, und jeder Titel wurde mit viel Applaus bedacht. Es ist wirklich schön zu beobachten, dass sich mit HARAKIRI FOR THE SKY endlich wieder einmal eine Band zusammengefunden hat, die das Potential hat, überall Fans zu faszinieren.





Nachdem HARAKIRI FOR THE SKY sich nicht an die Running Order hielten und deutlich überzogen, war es schon ziemlich spät, als PILLORIAN auf die Bühne kamen. Hinter dem Drumset prangte ein Transparent mit dem Bandnamen und auf der Bühne gab es zwei Aufsteller mit dem Album-Artwork.. Nach dem relativ raschen Umbau, startete man sofort ins Geschen, und so übersah so mancher den Beginn des Gigs. Irgendwann drang die Musik aber doch nach draußen, und rasch füllte sich der Saal. Die Leute lauschten gebannt dem starken Mix aus harten und melodischen Klängen, zu denen John "JH" Haughm immer wieder heftige Vocals beisteuerte. Dadurch entstand eine wahnsinnig dichte Atmosphäre, und die meisten ließen sich von der Musik von PILLORIAN einfach nur mitreißen. Die Amerikaner bewiesen eindrücklich, dass auch in neuer Konstellation viel vom alten Zauber weiterlebt, und das auch live mehr gut funktioniert - und das ist gut so!





Setlist PILLORIAN:

By The Light Of A Black Sun
Archaen Divinity
Forged Iron Crucible
A Stygian Pyre
The Vestige Of Thorns
Dark Is The River Of Man


Weblinks:
www.facebook.com/Pillorian
www.facebook.com/HarakiriForTheSky
www.facebook.com/Faeulnis
www.facebook.com/valborgband


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Beitrag vom 17.05.2017
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