MOTHER’S CAKE   INTRA  
21.04.2017 @ Posthof

Rock Made in Austria konnte man am Freitagabend im Linzer Posthof hören und genießen. Nicht nur die junge Vorband INTRA zeigten, dass Österreich mehr als Austropop und Volksmusik zu bieten hat, auch MOTHER’S CAKE lieferten eine beeindruckende Show und tanzbare Grooves.

INTRA war zwar nicht unbedingt geeignet, das Publikum anzuheizen, aber dennoch schaffte es das junge Trio die Leute von der Bar in den Saal zu locken. Zwar starten sie mit einer relativ langsamen Nummer die erst gegen Ende Fahrt aufnahm, aber man konnte bereits erkennen, dass sie ihr Werk beherrschen. Auch wenn Bassistin und Sängerin Bianca Ortner noch etwas unerfahren auf der Bühne wirkte, konnte sie gesanglich trotzdem überzeugen. Die gemeinsamen Gesangsparts mit Gitarrist Hannes Pröstler machten den Sound etwas fetter und Schlagzeuger Lukas Aichinger lieferte die richtigen Beats dazu.

Beim zweiten Song „Over & Done“ gab es bereits das erste Gitarrensolo, doch es beschlich einen das Gefühl, dass sich die Band etwas zu sehr auf ihre Spieltechnik und etwas zu wenig auf das Feeling des Songs konzentrierte. Dies änderte sich jedoch beim nachfolgenden Song „Storm“, bei dem die Sängerin ihre gesamte Stimmgewalt offenbarte. Zum Schluss gabs dann noch den Track „Down The Roof“ der etwas nachdenklich anmutete, aber satte Basseinlagen lieferte und dessen Refrain ziemlich eindringlich war und hängen blieb.





Waren am Anfang des Abends noch relativ wenig Leute im Saal, so war es spätestens zu Beginn von MOTHER’S CAKE plötzlich voll. Ihre ersten Konzerte konnte die Band noch problemlos in der Kapu Linz spielen, doch dafür hat sich ihre Fangemeinde in den letzten Jahren zu stark entwickelt. Kein Wunder, denn MOTHER’S CAKE sind mittlerweile international bekannt und vor allem in Australien überaus beliebt. Mit dem neuen Album „No Rhyme No Reason“ im Gepäck, welches sie bereits diesen Jänner veröffentlichten, ging es natürlich gleich auf Tour und wir freuten uns, dass sie auch in Linz Halt machten.
Bereits beim ersten Song „Creation’s Finest“ rockte nicht nur die Band, sondern auch das gesamte Publikum schien in Ekstase. Der fette Sound aus psychedelischem Rock und einer ordentlichen Portion Groove gab richtig Power. Nicht nur die starken Bass Beats von Benedikt Trenkwalder und der Drum Sound von Jan Haußels, sondern auch die unverkennbare Stimme von Sänger und Gitarrist Yves Krismer zogen vor allem junges Publikum an.





Spätestens beim Song „H8“ vom neuen Album gab es dann fast niemanden mehr, der einfach nur dastand und bewegungslos der Musik lauschte. Die Band schaffte es wirklich, mit ihrer Musik nicht nur spieltechnisch zu überzeugen, sondern lieferte auch die richtigen Beats zum Tanzen. Im Vergleich zur Vorband wurde deutlich, wieso diese Band so großes Potenzial besitzt. Der Sound und die Harmonien die MOTHER’S CAKE erzeugen wirken auch bei den langsameren Tracks und die Fans kreischten textsicher mit.





Ein weiteres Häppchen vom neuen Album ist der Song „The Sun“ mit einem leichten Grunge-Einschlag und verträumten Gitarrenrhythmen. Die Band war live fast noch besser als am Album und verausgabte sich ordentlich auf der Stage, da konnte ein Schluck Bier zwischendurch schon mal helfen. Auch der Bühnenaufbau im Industrial Design mit den beiden Figuren deren Beamer-Köpfe auch gleichzeitig für die Lichtshow sorgten und dem unübersehbaren, leuchtenden MOTHER’S CAKE Schriftzug zu beiden Seiten der Stage, erzeugten ein trashiges Rock Ambiente.

Abschließend kann man nur sagen, dass man MOTHER’S CAKE unbedingt einmal live gesehen haben sollte. Verzerrte Gitarren, gut eingesetzte Effekte und eine geile Stimmung zum Tanzen, mit heftigem Bass Sound und einer außergewöhnlichen Stimme machten das Konzert zu einem gelungenen Abend.


FOTOS + E-CARDS
motherscake.com

Veronica de Groot

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Beitrag vom 02.05.2017
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