JULFEST 2014: CTULU   THORMESIS   WALDSCHRAT   KETELEN´S BRUKKE   SVARTA   VARULV    MORGENGRAU   GORGOS PREDICTION  
04.01.2014 @ Schwanenstadt

Eigentlich wäre das traditionielle Julfest ja zur Wintersonnenwende geplant gewesen, aber für die Freunde des Black Metals wurde es am 4.1.2014 nachgefeiert. Direkt neben dem Gemeindeamt Oberndorf bei Schwanenstadt haben sich im Veranstaltungssaal viele in Schwarz gekleidete Fans eingefunden um das Jahr gleich mit ihrer Lieblings-Livemusik zu beginnen. Zeuhn Bands standen auf der Running Order und bereits um 15.00 war die erste auf der Bühne zu begrüßen. GORGOS PREDICTION aus Eferding eröffneten das Julfest und die nur aus zwei Personen bestehende Band konnte bereits ein paar wenige Besucher vor die Bühne locken. Sie waren kurzfristig eingesprungen und als Opener eines solchen Events zu spielen ist halt nie einfach, weil viele Besucher erst später erscheinen, aber sie zeigten trotzdem sehr viel Einsatz.





Als nächste waren MORGENGRAU an der Reihe. Die Black Metal Band aus Bayern konnte ihren Auftritt schon vor mehreren Besuchern absolvieren. Da sie schon öfter aufgetreten sind, waren auch einige Fans von ihnen anwesend und sie konnten einiges an Applaus einheimsen. Im Gegensatz zur ersten Band, die eher einen gleichförmigen Musikstil zeigte, hatten MORGENGRAU auch teilweise melodiöse Elemente in ihren Auftritt verpackt.





Weiter ging es mit der steirischen Band VARULV. Inzwischen waren noch mehr Besucher erschienen und so konnten sie ihren variantenreichen Black Metal vor einem ansehnlichen Publikum absolvieren. Mit ihrer Mischung aus bretterndem und melodiösem Black Metal und der Ankündigung eines neuen Albums, von dem sie auch schon einen neuen Titel gespielt haben, haben sie so manche Köpfe zum Kreisen und die Fans zum Jubeln gebracht.





Danach wurde die Bühne speziell dekoriert, Kerzen angezündet und ein Tierschädel mit leuchtenden Augen aufgestellt, der mittlerweile das Markenzeichen von SVARTA geworden ist. Die Band ist ja ganz in der Nähe von Schwanenstadt zu Hause und war dann sozusagen der Lokalmatador. Mit ihrem sehr melodischen Black Metal und dem abwechselnden Gesang der beiden Frontmänner haben sie eine ganz besondere Stimmung erzeugt, die das Publikum ein bisschen gespalten hat, aber mir persönlich gefiel es sehr gut.





Für die Fans des eher dynamischen und bretternden Black Metal war die nächste Band wieder bestens geeignet. KETELEN´S BRUKKE aus der Steiermark haben an diesem Abend eine Release-Show ihrer neuen CD „Ancient Shadow Throne“ gespielt. Durch viele Auftritte in letzter Zeit konnten sie bereits eine beachtliche Fangemeinde gewinnen.

Weiter ging es mit WALDSCHRAT, eine Black Metal/Neo Folk Band aus Wien. An diesem Abend haben sie aber eher die dynamischen und schnellen Black Metal Titel gespielt, was für dieses Event passender war. Auch sie haben sich innerhalb der Szene mittlerweile einen guten Namen gemacht, was an der Reaktion des Publikums deutlich erkennbar war.





Danach kam einer der Headliner des Abends auf die Bühne – THORMESIS aus Bayern konnten bereits von den ersten Klängen an das Publikum begeistern und sehr viele kreisende Köpfe begleiteten ihren dynamischen schwarzen Metal, der auch zwischendurch Platz für Melodien hatte und die Mischung aus Klargesang und kratziger Stimme hat auch sehr gut gepasst. Auf ihrer Bühnendeko waren schreiende Männerköpfe zu sehen und auch die teilweise finster dreinblickenden Musiker haben den düsteren Eindruck ihres Auftritts noch verstärkt.

CTULU aus dem nördlichen Deutschland waren als nächste an der Reihe. Zu ihrer sehr schnellen Spielweise haben sie teilweise zu dritt gesungen. Man hat ihnen die Spielfreude deutlich angemerkt, weil sie wie die Wilden auf der Bühne herumgestürmt sind. Das Publikum ist auch bei ihnen voll mitgegangen, auch wenn sie für mich etwas zu laut gespielt haben.





Die beiden letzten Bands des Abends NIGHTFOREST und HARAKIRI FOR THE SKY habe ich leider nicht mehr geschafft, aber ich hoffe, dass ich sie bald einmal bei anderer Gelegenheit sehen kann.

Das JULFEST war ein kleines aber sehr feines Black Metal Event und es dürfte wohl auch von der Besucheranzahl kein Verlustgeschäft für die Veranstalter gewesen sein. Ich hoffe sehr, dass es eine Neuauflage des JULFESTES gibt, aber dann ev. mit etwas weniger Bands. So war es fast etwas zu lange.


FOTOS + E-CARDS


Metalmama
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Beitrag vom 20.01.2014
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