Interview mit HEAVATAR - Als Band zusammengewachsen


Mit HEAVATAR haben sich VAN CANTO Mastermind Stefan Schmidt und Ex-STRATOVARIUS Trommler Jörg Michael und IN LEGEND Bassist Sebastian Scharf zusammengetan um Metal mit Einflüssen aus der klassischen Musik zu mischen. Dass die Herren das bestens drauf haben, bewies man jüngst erneut mit dem zweiten Werk "Opus II - Annihilation". Wir sprachen mit Stefan über dieses Werk und mehr.

Hi und danke dass ihr euch Zeit für das Interview nehmt. Was läuft gerade bei HEAVATAR?


Hallo, wir danken!
Im immer gültigen Kreislauf von Album, Promo und Tour befinden wir uns gerade in der Promophase und geben gerne Interviews!





Ihr habt gerade euer zweites Album veröffentlicht. Vorab gab es eine kleine Änderung im LineUp. Was könnt ihr dazu erzählen?


Unser erster Basser ging und Daniel kam, das war ja schon vor der Europatour als Support von GRAVE DIGGER. Mit Daniel spielte ich ja schon vor 20 Jahren bei JESTER´S FUNERAL zusammen, später auch bei den RAZORBLADES. Auf ihn kann man sich 100% verlassen, er ist ein großartiger Basser, und da das sogar Jörg Michael sagt, muss es stimmen!


Ihr habt gut fünf Jahre für den Nachfolger eures Debüts gebraucht. Lag das in erster Linie an der Verantwortung gegenüber VAN CANTO oder gab es dafür weitere Gründe?


Verantwortung klingt jetzt zu groß. Es muss halt passen, und wir haben eben alle genug zu tun, dass jetzt keinem langweilig ist, wenn gerade nix mit HEAVATAR ansteht. Klar, bei mir waren es zwei VAN CANTO Alben, aber natürlich auch Familie und sowas wie Geld verdienen, haha.


Wie ist HEAVATAR eigentlich entstanden. Wollte Stefan neben VAN CANTO auch wieder mal richtige Instrumente schwingen und den Fronter machen?


Ja, vor allem Gitarre spielen. Und wenn ich die Chance habe mit Jörg und Sebastian eine Band zu machen, sollte ich es tun!


Wo kam eigentlich der Bandname her?


Aus den Tiefen meines Kopfes, ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung mehr...




Gibt es bewusste Unterschiede zwischen den beiden Platten?


Bewusst ist es ja immer in dem Sinne, dass man halt gerade den Song schreibt, den man gerade schreiben will. Ich denke die größten Unterschiede liegen vor allem darin begründet, dass wir wirklich als Band zusammengewachsen sind. Vor dem ersten Album waren es halt meine Kompositionen und dann haben wir die zusammen geübt und eingespielt. Auf der Tour hat sich aber ein richtiges Zusammenspiel ergeben, und so weiss man eben bei einem zweiten Album schon, wie man Songs schreibt, die in dieser Konstellation super funktionieren.


Worum geht es konzeptionell bei den Werken und wird es demnach auch „Opus III“ geben oder widmet ihr euch in Zukunft eventuell anderen Themen?


Wir machen ja keine Konzeptalben, sondern es ist eben das Konzept, Klassik mit Metal zu verbinden, das würden wir sicher auch bei einem dritten Opus nicht anders machen.


Wie schwer war es die bombastische Seite von HEAVATAR umzusetzen?


Hmm, das ist eine sehr gute Frage. Ich glaube Bombast alleine ist erstmal nicht schwer, man kann ja immer mit dem Konzept „Viel hilft viel“ Bombast dazu packen. Die Kunst ist eher, den Bombast so einzusetzen, dass er den Song nach vorne bringt. Das schafft man meistens dadurch, dass man den Bombast weglässt, um ihn dann, wenn er kommt, auch bombastisch wirken zu lassen. Wenn du die ganze Zeit Vollgas gibst, kommt es dir halt irgendwann normal vor.


Wie kam es zum MANOWAR Cover?


Ich liebe MANOWAR, Eric Adams ist der beste Sänger der Welt und "Metal Daze" war der einzige MANOWAR Song auf den sich Jörg eingelassen hat, haha.




Wie war die Arbeit an der orchestralen Version von „The Look Inside“?


Anders als bei VAN CANTO erlauben die HEAVATAR Budgets kein echtes Orchester, sondern nur eins aus der Dose. Da das aber von Armin Haas arrangiert wurde, klingt es doch wieder wie ein echtes. Meist ist nicht der Sound entscheidend, sondern eher, ob das Arrangement von jemandem gemacht wurde, der weiss, wie ein Orchester spielt und nicht nur einfach Noten in einen Computer eingibt.


Ihr hattet auch einen Labelwechsel – wie kam´s?


Die Gründe sind nix, was in ein Interview gehört, wir sind aber sehr froh mit Earmusic, da sie die ganze Produktion und das ganze Projekt sehr ernst und liebevoll behandeln.


Ihr erwähnt berühmte, klassische Komponisten als Einfluss. Wie kam es zu diesen Einflüssen und wie seid ihr beim Songwriting rangegangen, um diese Künstler in euren Sound einzuweben?


Wichtig ist, dass wir uns selbst keine zu großen Schranken auferlegen, was das Konzept angeht. Unser Ansatz ist eben, im Proberaum einen Song zu schreiben und dann tun wir so, als würde Beethoven dabei sitzen und einfach mal einen Riff einwerfen. Ob wir ihn dann nehmen oder Jörg sagt, der klingt scheisse, müssen wir dann immer schauen, haha. Manchmal ist die klassische Inspiration eine Akkordfolge, manchmal ein melodisches Motiv, manchmal aber auch zusätzlich eine textliche Inspiration aus dem Originaltitel oder aus der Biographie des Komponisten.




Würdet ihr HEAVATAR eher als Projekt oder schon als richtige Band einordnen?


Vier echte Musiker, die Songs im Proberaum gemeinsam ausarbeiten, sie dann aufnehmen und gemeinsam in einem Tourbus schlafen der durch Europa fährt sind definitiv eine Band.


Wie sieht es mit Tourplänen aus?


Da HEAVATAR nicht die Hauptband aller Beteiligten ist, müssen wir schauen was sich anbietet und greifen dann beherzt zu!


Was steht aktuell bei VAN CANTO und IN LEGEND an?


VAN CANTO sind mitten in der Produktion des siebten Albums, ab September geht es wieder auf Tour. IN LEGEND macht gerade eine Pause, Basti hat seine erste Filmmusik hinter sich, mal sehen was noch kommt.


Danke für das Interview. Habt ihr noch etwas auf dem Herzen?


Vielen Dank für das Interesse an HEAVATAR und die coolen, abwechslungsreichen Fragen!


heavatar.net

Autor: maxomer

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Beitrag vom 29.03.2018
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