Interview mit BATTLE BEAST - Professioneller als zuvor


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BATTLE BEAST verabschiedeten sich vor nicht all zu langer Zeit von ihrem Mastermind, stellten aber mühelos unter Beweis, dass man auch so noch großartigen Power Metal veröffentlichen kann. Wir sprachen mit der Band über das aktuelle Werk und Zukunftspläne.


Hey! Wie war die Show heute?


Noora: Großartig! Alles ging glatt. Auch wenn wir jetzt vorher fünf Tage frei hatten fühlte es sich nicht wie ein Schock an, wie "oh mein Gott, jetzt muss ich das schon wieder machen!" (lacht)




Und genießt ihr die Festivalsaison und das Tourleben?


Noora: Die Festivals laufen spitze, das Publikum gibt uns ein super Feedback und vor allem unser neues Album "Bringer Of Pain" kam super an. Besser als ich erwartet hatte, muss ich sagen. Wir sind jetzt sehr aufgeregt. Und um ehrlich zu sein: Das ist gerade das beste Jahr von BATTLE BEAST.

Eero: Wir sind nun endlich an einem Punkt angekommen, wo uns der Booker täglich anruft und wegen Festivals anfragt. (lacht)

Noora: Yeah, sie rufen an und sagen: "Wir wollen euch!"

Eero: Wenigstens wissen sie jetzt wer wir sind. Also hat die Gehirnwäsche endlich gewirkt!


Na dann lasst uns mal etwas über "Bringer Of Pain" reden. Wie kamt ihr auf den Titel?


Noora: Wir haben uns für den Titel in Israel entschieden. Wir waren am Weg zu einer Veranstaltung in unserem Auto und irgendwer sagte: "Bringer Of Pain" und wir so: "Das klingt scheiße!"

Eero: Und zwei Tage später war es der Albumtitel (lacht).

Noora: Wir hatten verschiedene Optionen, als wir darüber sprachen, aber "Bringer Of Pain" ist eine geniale Punchline und bleibt den Leuten im Gedächtnis. So ähnlich wie "Painkiller" von JUDAS PRIEST. Ich finde, es ist ein wirklich großartiger Name für ein Album und der "Bringer Of Pain" muss jetzt nicht zwangsläufig eine Person sein.


Und wie steht´s mit dem Artwork?


Noora: Eigentlich haben wir das auch gemeinsam gemacht und hatten ein paar Skizzen...

Eero: Und sie waren grauenhaft (lacht).

Noora: Wir wollten einen kraftvollen weiblichen Charakter auf der Vorderseite. Und der Typ, der das Artwork gestaltete, hat es schon von „Steel“ auch gemacht.

Eero: Nein, hat er definitiv nicht…

Noora: Oh, hat er nicht? Okay. Aber egal, der der das Artwork machte… Ich denke er hat unsere Ideen sehr gut eingefangen. Ich liebe die Farben.




Ich denke, manche waren ziemlich überrascht, dass das Album sehr unterschiedlich zu den vorherigen ist und natürlich ist es das erste ohne Anton. Und was sind außerdem die Unterschiede in der Produktion und Entstehung des Albums?


Eero: Bei der Produktion hatten wir den größten Unterschied, dass der Fokus mehr auf den Vocals von Noora lag. Das ist eine Weiterentwicklung zu den vorherigen Alben… Wir haben dann mit den Gitarren und Keys versucht, was am besten zu ihrer Stimme funktioniert.

Noora: Wir hatten diesmal einen anderen Produzenten. Unser Keyboarder hat es produziert. Und dieses Mal gingen wir auch professioneller zu Werke. Ich bin sehr glücklich damit, dass wir es diesmal so gemacht haben. Man kann immer dazulernen und das nächste Album wird noch einfacher, weil wir nun besser verstehen, wie alles funktioniert.


Und ist also der Grund, warum dieses Mal alles mehr Keyboard-orientiert ist?


(beide lachen)
Eero: Wenn der Produzent ein Keyboarder ist, wie kann es anders sein?

Noora: Klar, natürlich, er hat sicher sieben Songs geschrieben.

Eero: Ich denke, auf allen unseren Alben spielte das Keyboard eine große Rolle. Die Gitarren wurden auch ein wenig runter gestimmt, dadurch fällt alles andere mehr auf.

Noora: Wir sind mittlerweile auch auf ein breiteres Publikum übergegangen, nicht mehr nur purer Heavy Metal, auch wenn wir den sehr lieben. Wir wollen aber Musik für alle machen.

Eero: Wir wollen unser eigenes Ding machen. Unser erstes Album war von 20jährigen Typen aus Helsinki. Wir kamen direkt aus der Schule und wollten das trueste Heavy Metal Album überhaupt machen. Und so klingt es auch. Und von da an haben wir unsere Schritte vorwärts gemacht um unser ganz eigenes Ding zu machen. Und für mich ist „Bringer Of Pain“ einfach die aktuelle Spitze unseres evolutionären Schaffens.

Noora: Wir wollen uns immer weiterentwickeln. Das ist wie eine nie enden wollende Geschichte.





Es schien immer, als wäre Anton der Mastermind hinter der Band. Ist es jetzt mehr Bandarbeit als vorher?


Eero: Ich meine, Songwriting war immer sein Territorium, aber andere Aufgaben wurden in der Band an andere Mitglieder aufgeteilt. Nun sind wir definitiv mehr eine Band. Jeder bringt sich ein und teilt sich mit.


Wie habt ihr euren neuen Gitarristen gefunden?


Eero: Joona ist schon seit längerer Zeit ein guter Freund. Er hat früher in einer Band namens BRYMIR gespielt, die auch aus unserer Gegend kommen. Wir haben auch eine unserer ersten Shows mit ihnen gespielt. Und er ist der Bruder unseres Tour-Keyboarders. Es war eine absolute Bauchentscheidung. Er ist ein großartiger Gitarrist und wunderbarer Mensch… Also warum nicht? Es hat einfach perfekt gepasst.


Noora, du bist Part des neuen Albums des Projektes namens PENTAKILL. Wie kam es dazu?


Noora: Long story short: Michael, der zweite Schreiber des Albums hat mich kontaktiert und von mir durch seinen besten Freund erfahren. Ihm hat unsere Musik und meine Stimme einfach so gut gefallen, dass er anfragte, ob er meine Stimme für PENTAKILL ausleihen dürfte und ich wollte mich schon immer weiterentwickeln und verschiedene Sachen machen, auch außerhalb des Musikbusiness. Also gehöre ich jetzt auch zur Games-Welt. Und vielleicht kann ich in Zukunft auch Synchronsprecher Jobs machen. Es war wirklich aufregend. Janne, unser Keyboarder hat zwei Songs produziert, die ich singe.




Gibt’s mehr Pläne mit dem Projekt?


Noora: Ja, es steht noch nichts genaues fest, aber wir werden mit dieser Kooperation weitermachen. Und die Jungs von RiotGames haben mich gefragt, ob ich bei ihren Shows in China dabei sein möchte, aber leider… beziehungsweise auch glücklicherweise, sind wir da gerade auf Tour mit BATTLEBEAST. (lacht)


Ich habe schon gesehen, dass ihr nach der Festivalsaison eine Headliner-Tour plant…


Eero: Yeah, wir sind so ziemlich jedes Wochenende dieses Jahr am Spielen und hoffentlich können wir dann 2018 auch an einem neuen Album arbeiten.


Danke für das Interview! Möchtet ihr noch etwas loswerden?


Noora: Kommt weiterhin brav zu unseren Shows. Wir werden versuchen, dass es die beste Metalshow eures Lebens wird!

Eero: Rock the Metal!






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[ENGLISH VERSION]


Hey guys, how did you enjoy the show today?


Noora:It was great! Everything went very smoothly. Even though we had five days of vacation prior this show, it didn´t felt like a shock, like “oh my god, I have to do this again (laughs)


And how do you enjoy the festival season and tour-life at the moment?


Noora:The festivals a running very well, the people gave us a great feedback and especially our new album “Bringer Of Pain” has been received very well. More than expected, I would say. We are very excited. To be honest: this is actually the best year of BATTLE BEAST.

Eero:We finally reached the point, where we don´t have to call the booker every day and ask for bookings on festivals. (laughs)

Noora:Yeah, they call us and say: “We want you!”

Eero:At least, they know who we are. So we finnaly brainwashed them!


So then let´s talk a little bit about “Bringer Of Pain”. How came the idea of the title?


Noora:We actually decided the title in Israel. We were on our way to the venue in our car. And someone said: “Bringer Of Pain” and we so: “That sucks!”

Eero: And two days later it was the name of the album (laughs).

Noora:We had different options when we talked about it, but “Bringer Of Pain” is a good punch line and people memorize it. Maybe like the “Painkiller” from JUDAS PRIEST. I think it´s a really good name for the new album and “The Pringer Of Pain” is not necessarily a person.


What about the artwork?


Noora:Actually we did this also together and had some sketches...

Eero:They were terrible (laughs).

Noora:We wanted a powerful female character in front. The guy who did the artwork, did also the “Steel” artwork.

Eero:No, he was totally not...

Noora:Oh, he was totally not? Ok. But anyway, the guy who did the artwork... I think he captured very well what was our idea. I love the colours.


I think it took some people by surprise, that the new album is different to the former ones and it´s of course also the first without Anton. Besides that, what are the differences in the production and creation of the record?


Eero:Production wise the biggest difference is that are more focus on Nooras vocals. It´s a development from the previous albums... we justed tried with the guitars and Keys what fits best to her voice.

Noora:We had a different Producer this time. Our Keyboarder produced it. This time we had a more professional way of doing the album. I am really happy we have done it this way. You can always learn more and the next album will be easier to do, because we know now better how things work.


And these are the reasons, why it´s more Keyboard-oiented this time?


(both laugh)
Eero:If you put a keyboard player as a producer, what could happen?

Noora:Yeah, of course, he wrote like seven songs.

Eero:I think on all our albums the keyboard had a major part. The guitars were tuned-down a little bit, so everything else stands out.

Noora:We also went to a little bigger audience, not only purest Heavy Metal, even though we love it. We want to do music for everyone.
Eero:We want to develop our own thing. Our first album was from like 20 year old guys from Helsinki. We were straight out of high school and wanted the truest Heavy Metal album we can. And that what it sounds like. And from there we did our steps to create our very own thing. And for me “Bringer Of Pain” is the highest evolution so far.

Noora:We always want to develop. It´s like a never-ending story.


It seemed like Anton was some kind of mastermind. Is it now more a band-work than before?


Eero:I mean there was always songwriting his territory, but there were other tasks in the band divided on other members. Now we are definitely more of a band. Everybody contributes and shares everything.


How did you find the new guitar player?


Eero:Joona is a good friend for a long time. He formerly played in a band called BRYMIR, which was in our area. We played one of our very first shows with them. And he is also the brother of our Keyboarder. He was a no-brainer choice. He is a great player and a great guys...so why not? He was perfect.


Noora, you are part of the new album from the project called PENTAKILL. How came this?


Noora:Actually long story short: Michael the second writer of the album contacted me and heard of me through is best friend. He was so excited about our music and my voice, so he asked if he could use my voice for PENTAKILL and I always wanted to develop my career to do other stuff, also outside the music business. So now I am in the games-world. And maybe I can also do voice acting. It was really exciting. Janne, our Keyboarder produced the two songs which I am singing on.


Are there more plans with the project in the future?


Noora: Yes. Nothing confirmed yet, but we will continue our cooperation in the future. And also they guys from Riot Games asked me to join them on their shows in China, but unfortunately... but also fortunately, we are having our own tours with BATTLE BEAST at this time (laughs).


I saw, you have planned a headliner-tour after the festival season....


Eero:Yeah, bassically we have almost every weekend in the year a show and hopefully we can work in 2018 on the next album.


Thank you very much for the interview. Do you have anything left to say?


Noora:Just keep on watching us and visit our shows. We will try to give you the best heavy metal show ever!

Eero:Rock the metal!

battlebeast.fi

Autor: maxomer

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Beitrag vom 18.02.2018
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